Archiv der Kategorie Traumperlen

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Versuchsweise: Buch fertig!

Mich träumte, ich wäre zwecks Lesung in Regensburg. (das wär ja mal was.) Der Traum war ziemlich anstrengend. Also erstmal, erstmal war dieses Buch schon fertiggeschrieben, gesetzt, gedruckt, frisch ausgeliefert wurde es in die Regale der dortigen Buchhandlung einsortiert, stapelweise übrigens. Ich wollte mal einen Blick ins Buch werfen, immerhin hatte ich es noch nicht fertiggeschrieben, und ich war irre neugierig, was ich denn noch reingeschrieben habe oder reinschreiben könnte, wenn ich’s endlich fertig habe. (merkwürdige Infokästen guckten mir entgegen. War nicht mein Buch, so gefühlt.) Über das zeitliche Paradoxon mag ich gar nicht nachgrübeln.

Im Hotel waren derweil 78 Anrufe von Fans aufgelaufen. 78! Ich wollt’ das gar nicht hören, und das sagte ich auch, dass ich doch bitte nicht mehr über Fananrufe informiert werden wolle. (ähem. Ein Hauch Größenwahn war auch mit drin.)

Als ich einer Autorenkollegin davon erzählte, meinte sie bloß: “Typischer Autorentraum.”

Na dann. Ich hab dann mal heute gleich zehn Seiten geschrieben, nicht dass der Traum Wirklichkeit wird.

am Montag, den 14. Juni 2010 um 19:43 einsortiert unter Outremer 1191, Traumperlen, Über das Schreiben ...

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Versuchsweise feurig. Versuchsweise Farben.

Früh morgens aufgewacht, weil ich träumte, es würde überall rund um uns brennen. Das Haus gegenüber, die beiden Stockwerke unseres Hauses unter uns. Aus dem Fenster gesehen und gedacht “raus hier”. Davon bin ich aufgewacht. Dachte den Traum weiter und fühlte mich irgendwie hellwach. Morgens um sechs. Ehe ich ernsthaft überlegte, schon aufzustehen, schlief ich wieder ein.

Diesmal träumte ich - Wollefarben! Die Diskussionen über die passenden Garne, Farben, usw. haben mich in den letzten Tagen wohl nachhaltig geprägt. Aktuell lege ich ganze Mappen mit Anleitungen an, überlege mir die passenden Garne dazu, experimentiere und - ja! - ersinne eigene Ideen. Und wenn ich anfange, in Farben zu träumen, dann wird’s schon bedenklich. Dann lockt’s mich nämlich, diese Farben sofort - aber wirklich soooofort - auch umzusetzen.

Jetzt muss ich erstmal flugs meine Tasche packen - nichts vergessen! - und zum Stricktreffen sausen. Es regnet, wie auch bei Frau Nike. Aber ich mag den Regen ja auch.

am Mittwoch, den 16. Juli 2008 um 09:46 einsortiert unter Traumperlen, zimtige Momente

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Versuchsweise. Ach, ich versuche gar nichts.

Ich schlafe nicht so richtig schlecht. Ich träume auch nicht so richtig schlecht. Trotzdem ist es problematisch geworden, dieses ins-Bett-gehen. Dabei hielt und halte ich mich in allen Belangen für unkompliziert.

Und ich versuch’s ja. Die Angst klein zu halten, weil sie unbegründet ist. Zuletzt hatte ich diese Angst als kleines Kind, und auch damals lag ich abends wach und konnte nicht einschlafen, weil ich fürchtete, am nächsten Tag nicht wieder aufzuwachen. Die kleine Schwester des Todes ist der Schlaf, sagt man das nicht? Darum hat man Angst vorm Schlaf, und doch; hier geht’s weiter, tiefer. Es ist keine richtige Angst vorm Schlaf, sondern eher eine Angst vor der Endlichkeit.

Ich bin nicht alt. Ich bin nicht krank. Ich bin auch nicht unglücklich, und trotzdem: ich liege abends wach und frage mich, was danach kommt. Und, was noch viel schlimmer ist: wann dieses Danach kommt. Beruhigen kann mich nur weniges. Ich bin wirklich zu dieser Tageszeit wie ein kleines Kind geworden; das Licht bleibt an, die Tür bleibt offen. Als hätte ich Angst, aufzuwachen und allein im Dunkeln zu sein.

Mein Ziel ist es, diese Zeit zu überwinden, irgendwann und irgendwie. Ich weiß, das wird gelingen; jetzt aber, da ich in dieser Zeit lebe, fällt es mir manchmal schwer, daran zu glauben. Wenn ich mitten in der Nacht aufschrecke, da fällt es mir schwer. Wenn ich unsinnigerweise gegen den Schlaf ankämpfe, weil ich ihn für meinen Feind halte.

Es gibt jeden Abend Rituale, die mich zur Ruhe bringen. So richtig ruhig aber werde ich erst morgens. Wenn ich sehe, es wird wieder hell. Wenn ich durch die Wohnung tapse, mir den Kaffee koche, den ich zum Wachwerden brauche, wenn ich das Notebook einschalte, wenn ich einfach die Dinge tue, die ich als Begrüßung eines neuen Tags empfinde. Ohne zu wissen, wie viele tausend neue Tage da noch kommen. Vielleicht ist es besser, das nicht zu wissen. Jetzt aber ist es nicht gut. Es bringt mich an eine Grenze, und an diesem Punkt erkenne ich mich nicht wieder.

Ich weiß eben nicht, warum es so ist, wie es ist. Das zu verstehen, wäre ein großer Schritt, um dagegen zu kämpfen.

am Freitag, den 4. Juli 2008 um 08:15 einsortiert unter Cape Fear, Traumperlen

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Dschunken!

Wir bestiegen einen Bus waren plötzlich in der Wüste. Ich fand das angenehm, so schnell in einer anderen Welt zu sein. Ich schmeckte sogar den Sand und wünschte mir, hier bleiben zu können. Und dahinter das Meer - mitten in der Wüste, es war von einem üppigen blaugrün, und darauf segelten Dschunken, und mit diesem Wort bin ich aufgewacht. Dschunken!

(dabei war es doch eher eine Dhau, wie ich merke. Aber ich liebe dieses Wort. Ich flüstere es den ganzen Tag leise vor mich hin. Dschunken, Dschunken.)

am Sonntag, den 24. Februar 2008 um 10:39 einsortiert unter Traumperlen

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Versuchsweise 29.

Kam mir wie ein Alptraum vor. Dabei fühle ich mich im Moment höchstens wie 27. Allerhöchstens. Eher tendiere ich zu 23.

am Freitag, den 23. November 2007 um 08:13 einsortiert unter Traumperlen

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Versuchsweise Verlagssuche.

Da träumte ich heute Nacht von meinem Verlag, der sich dann doch plötzlich regte, sie hatten noch immer ein Exposé von mir. Ob ich mir auch vorstellen könnte, Kinderbücher zu schreiben? Und zwar nicht das, was ich ohnehin schon eingereicht hätte, sondern etwas für Erstleser, man wolle mir ein Angebot vorlegen, weil mein Stil gefalle. Per Mail kam dann das Angebot, und ich Dussel hatte immer noch tausend Fragen (welcher Umfang, etc.) und außerdem schien mir, sie wollten meine Kinderbuchserie im Erstlesealter verbraten. Zudem befragte ich meine ehemalige Kollegin, was denn so geeignet wäre für Erstleser, welche Themen fehlten, und so weiter. Der größte Schreck aber war ein Buch, das ich aus dem Regal zog, angeblich Erstleser, viel zu dick und mit einem Denglisch-Gemisch gestraft, dass mir schlecht wurde. Nein, sowas würde ich nicht schreiben!

am Mittwoch, den 31. Oktober 2007 um 08:33 einsortiert unter Traumperlen

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Versuchsweise verloren.

10 Stunden Schlaf und dies: ein fremdes Hotel, eine fremde Welt, sogar ein Fremder, der Besitzansprüche auf mich geltend macht. Und ich? Suche nach Hilfe. Habe Angst. Alles, was ich zu hören bekomme von jenem, dem ich so unendlich vertraue, ist ein lapidares “bin unterwegs nach …” - und das ist zu weit weg von meinem Punkt, um mich zu retten. Panik.

am Freitag, den 28. September 2007 um 11:08 einsortiert unter Traumperlen

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Versuchsweise Meer.

Ich hab es nur nicht erreicht, dort im Traum. So wie ich im Moment zwar alles aus der Ferne sehe, aber nicht erreiche. Jetzt heule ich schon im Traum.

am Dienstag, den 25. September 2007 um 08:05 einsortiert unter Traumperlen

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Versuchsweise Fieber.

Im Traum war ich krank, ohne irgendwelche Symptome zu zeigen, und ich stand im Badezimmer, wollte mein Fieber messen, von dem ich nicht glaubte, dass ich es habe, denn meine Stirn fühlte sich unfiebrig kühl und angenehm an. Dennoch maß ich Fieber mit einem Thermometer - einem neuen, mit digitaler Anzeige - und die Anzeige raste in enormen Schritten nach oben, über die 39°-Grenze hinaus, immer schneller, bis es einen error anzeigte, weil es die 42°-Markierung überschritten hatte.

Die Temperatur, die Sie auf dem Thermometer im Traum ablesen können, deutet auf ein Auf und Ab in einer Freundschaft oder Lebensgemeinschaft hin (…) Ein Fieberthermometer symbolisiert die emotionale Wärme (…)

am Montag, den 2. April 2007 um 18:41 einsortiert unter Traumperlen

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Versuchsweise Jahreszahlen.

Das ist mal neu - in Jahreszahlen träumen. Hmhm, soso. Immerhin, sie sitzen so einigermaßen, und wenn ich mir jetzt noch die wichtigsten Schlachten während des Bürgerkriegs einprägen kann, habe ich schon fast gewonnen. Ach, die Doppelschlacht bei Philippi, ach, die weiß ich schon …

am Freitag, den 2. Februar 2007 um 08:51 einsortiert unter Homo ludens, Traumperlen

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