Man glaubt ja gar nicht, wie schnell so ein Jahr vergeht. Wie es sich ins Dunkel hüllt und doch nicht zulässt, dass du dich ganz darin vergräbst.
Das war ein schlimmes Jahr. Ein trauriges. In dem aber auch Platz war für das Gute, Schöne, für den Blick nach vorne, für viele wehmütige Blicke zurück. Ein nachdenkliches Jahr. Es gibt Tage im Jahr, die werden immer mit etwas behaftet sein, das schmerzt. So ein Tag ist heute.
Und auch wenn der Schmerz sich von den Tagen danach leise zudecken ließ wie von Schneeflocken in den vergangenen zwölf Monaten, ist dieser Schmerz irgendwie nicht ganz fort. Oder doch, er ist nur anders.
Und so werden auch die Menschen nie ganz fort sein, die wir lieben. Weil wir uns erinnern. Weil wir diese Erinnerungen teilen. Mit einem wehmütigen Lächeln oder sogar mit einem Lachen im Herzen. Weil wir gewusst hätten: so wär’s ihm recht gewesen.
Und wenn man dann zurückschaut, ist in diesem einen Jahr doch mehr passiert. Nicht nur Dunkelheit. Viel Licht. Und auch dieses erste Jahr danach, das man nie vergisst, wird irgendwann wieder licht. Irgendwann wird etwas, das so unbegreiflich schien, begreifbar.
Es geht weiter. Und man lernt, mit dieser Lücke zu leben. Sie ist da, sie tut nicht weh. Sie gehört zu mir, und sie verändert alles.
Das erste Jahr ist das schwerste. Ich unterschreib das einfach mal.
Du fehlst.
Ich möchte mich bedanken. Bei Euch. Dass ich die Kategorie jetzt beschließen kann und dabei ein gutes Gefühl habe, hab ich zu einem Teil auch Euch zu verdanken. Ihr habt hier gelesen, kommentiert, habt mir privat Mut gemacht. Nicht nur ihr, auch viele andere Leute waren für mich da und haben mir die Entscheidung leichter gemacht.