Kleines Update aus der Pause heraus.

Während ich die letzten Seiten am Roman schreibe, mache ich noch anderes. Und dieses Andere, das ist so spannend, so aufregend, so toll, dass es bald ein neues Blog bekommt. Einstweilen habe ich dem Neuen schon mal einen Twitter-Account gegönnt: @jules_wollshop twittert jetzt, und man kann mir zusehen, wie ich den Wollshop hochziehe.

Die Wolle ist bestellt, ziemlich viel Administratives auch schon erledigt. Sollte es weiterhin so gut laufen, könnte in drei Wochen der Startschuss erfolgen. Ich schreibe mit Absicht könnte, denn es kommt vor allem darauf an, ob die Wolle bis dahin schon hier eingetrudelt ist. Aber sie ist verschickt, und wenn sie auf schnellen Schiffen geschippert wird, könnt’s was werden.

Ich freu mich so!!!

Versuchsweise feurig. Versuchsweise Farben.

Früh morgens aufgewacht, weil ich träumte, es würde überall rund um uns brennen. Das Haus gegenüber, die beiden Stockwerke unseres Hauses unter uns. Aus dem Fenster gesehen und gedacht „raus hier“. Davon bin ich aufgewacht. Dachte den Traum weiter und fühlte mich irgendwie hellwach. Morgens um sechs. Ehe ich ernsthaft überlegte, schon aufzustehen, schlief ich wieder ein.

Diesmal träumte ich – Wollefarben! Die Diskussionen über die passenden Garne, Farben, usw. haben mich in den letzten Tagen wohl nachhaltig geprägt. Aktuell lege ich ganze Mappen mit Anleitungen an, überlege mir die passenden Garne dazu, experimentiere und – ja! – ersinne eigene Ideen. Und wenn ich anfange, in Farben zu träumen, dann wird’s schon bedenklich. Dann lockt’s mich nämlich, diese Farben sofort – aber wirklich soooofort – auch umzusetzen.

Jetzt muss ich erstmal flugs meine Tasche packen – nichts vergessen! – und zum Stricktreffen sausen. Es regnet, wie auch bei Frau Nike. Aber ich mag den Regen ja auch.

Ein Königreich für ein Buch #4

Ich erspar euch die jämmerlichen Details meines Schlusslektorats. Ich erspare euch den Kampf mit meinem Word, das Seiten verschluckte, zu viel anzeigte und Seitenzahlen gegenüber gänzlich abgeneigt war. Ich habe gekämpft, und dann – dann kam der BoD EasyPrint.

Ein Scheiß ist das! Bis ich gemerkt hatte, dass der EasyPrinter 2.400 dpi (!) eingestellt hatte – bis dahin waren mir sowohl Word als auch der Photoshop mehrmals abgeschmiert. Neuinstallation, konzentrierte Auseinandersetzung mit der Materie – komplizierte Sache! – und jetzt hab ich’s gemacht. Bestellt. Zwei Exemplare, 168 Seiten, ein hinreißendes Cover (hoffe ich), chamoisfarbenes Papier, Hardcover ohne Schutzumschlag, gerundeter Rücken. Herz, was willst du mehr?

Jetzt seid ihr gefragt! Thema : Kurzgeschichten schreiben.

Im Zuge unserer Ausschreibung Sturmtief wurde hier und da schon der Ruf nach einer „Anleitung“ laut, wie man denn eine Kurzgeschichte schreibt. Manche trauen es sich vielleicht auch so recht nicht zu. Ich gestehe, das weiße Blatt, das ist nicht leicht, wenn es mit einer Geschichte gefüllt werden will.. Ein bisschen möchte ich euch die Angst nehmen, ein bisschen möchte ich darüber erzählen, wie es ist, eine Kurzgeschichte zu schreiben. (vielleicht, weil ich selbst so selten Kurzgeschichten schreibe, ist es eine gute Gelegenheit, diese alte Fähigkeit wieder zu schulen) Aber bevor ich jetzt wild aufs Blaue drauflos schreibe und Euch vielleicht gar nicht das liefere, was ihr wollt, frage ich vorsichtshalber.

Irgendwelche besonderen Fragen? (außer: wie schreibe ich eine Kurzgeschichte?) Noch könnt ihr Fragen stellen, löchert mich! Ich werde versuchen, alle Fragen zu beantworten, wenn ich mich nächste Woche daran mache, eine Kurzgeschichte zu schreiben. Thema (natürlich!) außer Konkurrenz: Sturmtief. Oder ihr gebt mir ein anderes Thema, vielleicht gar nicht so uninteressant. (überhaupt die Idee, warum sollen nur wir hier Vorschriften machen dürfen?) Also: Vorschläge für mein Kurzgeschichtenthema, Fragen, Anregungen und was Euch sonst aktuell zu dem Thema einfällt: her damit.

Die Standardmanuskriptseite.

Der liebe Flaneur ist ein äußerst aufmerksamer Teilnehmer unserer Ausschreibung Sturmtief. Denn was eine richtige Ausschreibung ist, die will auch Texte in einem bestimmten Format haben. Daran habe ich nicht gedacht, aber ich hole es jetzt nach. Voilà – die Standardmanuskriptseite zum Download:

Standardmanuskriptseite

Einfach draufklicken, mit Word öffnen, losschreiben. Sollten wider Erwarten Probleme auftauchen (es ist ein .rtf, wie es sich gehört), dann bitte kurze Meldung an mich.

Ihr könnt den Text natürlich auch in einer anderen Schrift oder-oder-oder einreichen. Es ist nur für euch und für uns einfacher, wenn ihr euch weitestgehend an dieses Format haltet.

Wir haben ein Thema.

Ach, was soll ich schreiben, es gibt doch nichts Neues. Doch: es wird ernst mit der Blogbuch-Sache, wobei Blogbuch-Sache doch arg abwertend für eine so großartige Veranstaltung klingt; das Thema jedenfalls ist gefunden, und jetzt brauchen wir nur noch graphische Feinheiten, für die ich nicht zuständig bin, und dann dürft ihr durchstarten. Klingt toll, nicht wahr? Ich bin auch aufgeregt.

Ich will ein Buch machen!

Nicht schreiben, das tu ich ja eh schon ständig, nein, ich will ein Buch machen! Im Klartext heißt das: ich würde gerne Geschichten sammeln, was Leute zu einem Thema zu sagen haben, und ein hübsches, kleines Buch draus machen. Allein geht’s aber nicht. Herr Hith hat sich schon bereit erklärt, zu helfen – vor allem braucht’s aber Euch. Macht ihr mit?

Ein ergiebiges Arbeitstreffen.

Gestern war es, insgesamt betrachtet, anstrengend. Ich hetzte von A nach B, so kam es mir vor. Morgens zur Uni, um elf eine mündliche Prüfung – die ich locker schaffte – danach in die Mensa, und dann begann jenes Arbeitstreffen, das schon im Vorfeld sorgfältig vorbereitet worden war. Die Agenda war lang; wir konnten aber froh sein, dass es die Agenda gab, denn dies erleichterte uns dann letztlich das Vorankommen.

Und was soll ich sagen? Was vor einem guten halben Jahr ganz zaghaft mit der Namensfindung begann, nimmt inzwischen so rasant Fahrt auf, dass einem ganz schwindelig werden könnte. Und obwohl wir uns hin und wieder etwas verklärt anguckten und die magischen Worte „das wird toll …“ seufzten, wissen wir auch, dass wir uns damit verdammt viel zusätzliche Arbeit aufgeladen haben – wir, die Arbeitstiere.

Im August wird es dann konkret. Düsseldorf hat die Standortfrage wohl vorerst gewonnen, es geht dann an die wichtigen Dinge (Konto eröffnen, Gewerbe anmelden undsoweiter …), und danach dauert es nicht mehr lange. Nunja, das ist alles relativ. Die Arbeit ist jedenfalls da und will erledigt werden. Ich stelle mich der Herausforderung – vor allem, nachdem ich gestern das erste Muster gesehen habe …

Zeitmanagement.

Das ist jetzt mal ein schwieriges Thema, denn wenn man glaubt, ich hätte die Lösung für dieses Problem, dann habt ihr euch wahrlich geirrt. Ich kann nur an den Terminen entlang hangeln, die sich mir in den Weg stellen. Und ich wünschte mir so sehr, dass es allüberall ein bisschen entspannter zugeht. Nicht nur bei mir, ich sehe ja, was es bei anderen anrichtet.

Manchmal hilft es mir, eine Liste zu machen, was denn noch so ansteht. Und mir geht es nicht um universitäres, denn das sitze ich momentan auf einer Pobacke ab, das ist alles nicht mal halb so schlimm. Mein Berufsleben fordert im Moment von mir mindestens eine Drei- wenn nicht eine Vierteilung. (wann wurde das eigentlich abgeschafft mit dem Vierteilen? Und warum wird das bei mir wieder eingeführt?)

I. Übersetzung
Finanziell betrachtet, hat die Übersetzung im Moment Priorität. Es ist nicht so, dass ich am Hungertuch nage, aber das nächste Semester kommt bestimmt. Der nächste Schreibauftrag ebenfalls, und dann muss ich wieder stöhnend und seufzend den Kalender zücken und schweren Herzens absagen, weil da noch die Übersetzung lauert. Knapp 350 Seiten warten auf Übersetzung bis zum 30.11.07 – das ist auch zu schaffen. Nur ist es mir lieber, wenn ich einen Monat nichts Anderes mache als die Übersetzung und mich danach wieder anderen Themen zuwende. Allein, im Moment ist das kaum realistisch. Bis Ende nächster Woche laufen noch die Veranstaltungen an der Universität, und das zerschießt schlicht meinen Arbeitsrhythmus. Man sollte mich für einen Monat auf eine einsame Insel schicken (bitte aber mit Wlan!) und dort werkeln lassen. Idealerweise sollte diese Insel außerhalb der Zeit liegen. Dann verliere ich nicht selbige auf der Insel.

II. rgb 1147
Mein liebstes Kind. Ehrlich! Ich liebe diesen Roman. Und ich habe ihn in den letzten beiden Monaten ruhen lassen, weil ich ja mein anderes Kind aufziehen musste und außerdem noch den Job als Übersetzerin angekurbelt habe. Jetzt aber, nachdem heute auch noch überraschend das Telefon klingelte, bin ich neugierig. Ich möchte mich wieder auf die Geschichte einlassen. Ideal wäre es, nach dem Semester ungefähr vier bis fünf Stunden täglich in der Bibliothek zu sitzen, die Bücher, die ich brauche, um mich herum aufzubauen und drauflos zu schreiben. Realistisch ist eher, dass ich zwei- bis dreimal die Woche so zwei bis drei Stunden in die Bibliothek komme und dort die meiste Zeit damit zubringe, am Kopierer zu warten, dass Andere mit dem Kopieren fertig sind. Nicht gerade verlockend. Verlockend aber dies: Stunden in der Bibliothek. Zusammen mit AFH, dem kleinen Dreigestirn, dem kein Happyend vergönnt ist. Ja, so spielt das Leben. 450 Seiten. Bis wann?

Das ist eben die Frage. Ich möchte es nicht ewig herauszögern. Selbst mit einem langsamen Schreibtempo könnte ich rund 60 Seiten im Monat auf das passende Stadium bringen. Dann würde es immer noch sieben Monate dauern, in denen ich allein den Roman schreiben würde. (der geneigte Leser kann gerne ausrechnen, wie dick das Werk wird …) Würde ich mich nur auf den Roman konzentrieren – wenn ich das könnte! – würde es etwas schneller gehen. Aber das will ich gar nicht mal. Im Moment will der Roman sein gemächliches Tempo. Was mir eben nicht passieren sollte, wären Pausen wie die aktuelle Pause.

III. Firenze 1737
Meine Namensgebung ist spätestens hiermit vermutlich durchschaubar. Von diesem Roman existiert nicht viel bis gar nichts. Im Grunde existiert nur ein Exposé, das auf einem Verlagsschreibtisch liegt. Dieses Exposé aber hat es in sich, ich habe es in enger Zusammenarbeit mit der zuständigen Lektorin erstellt, und sie zeigte sich auch begeistert. Allein, ihre Entscheidung ist es nicht, ob dieser Roman geschrieben wird oder nicht. Meine Entscheidung ist es im Moment auch nicht. Wenn man mir ein Angebot unterbreitet, werde ich ihn auf jeden Fall schreiben, und wenn man es nicht tut … vermutlich trotzdem. Denn auch wenn rgb 1147 mein liebstes Kind ist – Firenze 1737 ist mir ebenso ans Herz gewachsen. Aber dieser Roman wird einen ganz anderen Weg einschlagen. Er wird auch leichter zu schreiben sein. Prognosen sprechen von drei bis vier Monaten, in denen ich Volldampf nichts Anderes mache. Unmöglich? Ja, eben. Es gibt schließlich noch die Punkte eins, zwei, vier.

IV. Projekt: Zimt!
Das raubt Zeit! Und Nerven! Und lässt mich immer wieder mit so einem feinen Grinsen geheimniskrämerisch im lilafarbenen Ordner blättern. Kinder, das wird toll! Aber auch hier gibt es einen strikten Fahrplan, der eingehalten werden muss. Der Countdown beginnt, so man das sagen kann, nächsten Dienstag, und reicht mit den Aufgaben und Verpflichtungen mindestens bis in den Dezember, vermutlich aber darüber hinaus und damit irgendwie in eine Zukunft jenseits von Schriftstellerei und Studium. Zeitaufwand? Von zehn Sekunden bis zehn Stunden ist da in Zukunft täglich alles möglich.

Und nun meine Frage. Nein, ich weiß schon, raten kann mir niemand, ich muss es für mich heraus finden, wie ich es mache. Aber meine Frage geht hier vor allem an jene, die mehr als nur einer Belastung ausgesetzt sind. Ich habe ja Studium, Haushalt und Ähnliches nicht erwähnt. Das muss mitlaufen. Aber ich vermute, euch geht es manchmal ähnlich. Wie geht ihr damit um? Prioritäten setzen? Und wenn ja, wie? Ich fühle mich zum Beispiel schlecht, wenn ich zwar Punkt I und IV bearbeite, Punkt II und III aber mal wochenlang links liegen lassen muss, weil ich mal wieder meine Grenzen erreicht habe. (momentan eindeutig der Fall. Ich arbeite zu viel und schreibe zu wenig. Obwohl ich es genieße und liebe. Jede einzelne, verdammte Sekunde liebe ich diese Vielfalt.) Wie geht das also? Habt ihr Tipps, Ideen, mögt ihr aus eurem reichen Erfahrungsschatz berichten?

Zweizunull für Düsseldorf!

Die Zimtschnecken sind hier leckerer. Respektive: hier gibt’s überhaupt welche. Hatte ich in Regensburg schon mal Zimtschnecken? Ich glaube nicht! Und das ist doch viel passender, bei der wöchentlich (naja gut: monatlich, quartalsweise, ich lass da mit mir handeln) stattfindenden Gesellschafterversammlung erstmal schön eine Zimtschnecke zu schnabulieren. Also für jeden eine. Denn ich teile zwar viel, bei Zimtschnecken werde ich allerdings eindeutig zickig. Da bin ich egoistisch.