Und dann dies:

Das dürfte die Fans meiner Julie-Peters-Bücher freuen. Nächstes Jahr erscheint nicht nur ein Roman von mir (nämlich eine neue Familiensaga), sondern gleich zwei. Eins im Frühling, eins im Herbst (so denn nichts dazwischenkommt). Der zweite Vertrag kam vorgestern, deshalb kann ich das jetzt auch schamlos ausplaudern.

Ich freu mich darüber so sehr. Weil der Verlag toll ist, weil die Bücher wunderschön sind, weil Schreiben das ist, was ich will. Was ich kann. Ich muss mir das immer wieder vorsagen, sonst vergess ich’s irgendwann zwischen all den anderen Aufgaben.

Aber nein: schreiben ist das, was ich immer wollte. Was mich ausmacht. Und ich bin froh, dass es beim Schreiben so wunderbar weitergeht. Und weiter und weiter und weiter.

Druckfahnenjammerblogeintrag.

Mein Rücken tut weh!
Mein Rücken tut weh!
Meine Augen sind müde!
Mein Hirn ist zu Brei!
(kann beliebig fortgesetzt werden. Ehrlich.)

Aber: die Druckfahne ist vom Tisch, und damit offiziell mein Buch fertig. Also, von meiner Seite. Das nächste Mal bekomme ich es nämlich als fertiges Buch zu sehen. Das ist immer wieder ein sehr komisches Gefühl. Das soll ich geschrieben haben? Wann denn – und vor allem: Wie?!

Die nächsten Aufgaben warten schon. Der Schreibtisch ist total verräumt, dahinter lauern schon neue Projekte. Und ich möcht‘ ein Exposé klöppeln.

Wenn der Rücken nicht mehr so weh tut!!!

Wenn es wieder stiller wird …

… ist Miss Jules wohl in Schreibklausur gegangen.

Hier wird tatsächlich gerade sehr, sehr eifrig geschrieben. Im Manuskript angekommen, und das bedeutet, dass das Leben ein bisschen mehr auf den Seiten stattfindet und ein bisschen weniger da draußen bei euch. Es bedeutet, dass ich morgens immer vor sieben aus dem Bett falle und den Liebsten, wenn er dann irgendwann auch aus dem Bett findet, mit einer beeindruckenden Wasserstandsmeldung begrüße. Früher war ich manchmal froh, wenn ich mittags schon so weit wäre. Und so füllen sich die Tage: ich schreibe, ich übersetze. Ich vernachlässige den Haushalt so lange so konsequent, bis es mir zu viel wird und ich ein paar Stunden Großreinemachen (naja, Kleinreinemachen passt besser) folgen lasse. Ich gehe zum Sport. Ich treffe Freunde. Ich arbeite die Bestellungen im Shop ab. Ich lese! Abends koche ich, wir gucken Serie (aktuell waren die Staffeln 1 bis 3 von Damages dran), dabei stricke ich, aber nicht immer. Viel passiert dazwischen, vieles muss ich gar nicht sagen, weil es so selbstverständlich und zugleich herrlich ist. Ich hatte kurz Angst, jetzt wieder in so eine finstere Ecke abzurutschen, aber auch das scheint irgendwie abgewendet, und mit diesem Glück und dem Schreiben und allem, da denke ich, es ist das Beste, einfach mal ein bisschen still zu bleiben.

Weil’s so schön ist, wie es grad ist.

Zurück bei den Sonnenfängern.

Zwischendurch musste ich ein bisschen Pause machen, ein anderes Manuskript forderte meine Aufmerksamkeit, ich machte ein paar Tage Urlaub (für diese paar Tage kann ich gar nicht dankbar genug sein, sie taten so gut!) und schloss eine Übersetzung ab. Der übliche Wahnsinn also, der mich immer daran zweifeln lässt (und zwar ernstlich zweifeln lässt), ob ich es diesmal wieder schaffe, wenigstens einigermaßen pünktlich fertigzuwerden.

Bei dem Manuskript war derweil eine Wegmarke erreicht, die erste von drei oder vieren, die mich immer für eine mehr oder minder lange Zeit aus dem Schreibfluss herausreißen. In diesem Fall war’s eher länger, was aber, wie ich heute feststellen durfte, okay war. Die Umstände kamen hinzu, das Leben ist nicht immer fair.

Heute also erste, vorsichtige Schritte auf diesen Seiten. Und schon nach zwei drei Seiten wusste ich: es ist gut. Es ist, was es sein soll, es trifft den richtigen Ton, es legt den Schwerpunkt dort, wo er hingehört. Ich bin ganz glücklich mit dem Text. Und ich werde sehr glücklich damit sein, wenn meine Lektorin das ähnlich sieht. Was noch ein bisschen dauern wird, aber ach! Das ist grad gar nicht schlimm, das passt schon.

Und jetzt sind’s bis zur nächsten Wegmarke drei bis vier Wochen intensives Arbeiten. Drei bis vier Wochen, in denen daneben wenig anderes möglich ist und nach denen ich mich fragen werde, wie ich die anderen Sachen denn je fertigkriegen soll.

Irgendwie geht’s ja doch immer. Und meist sogar ziemlich gut.

Zweigleisig.

[abends]Ich habe ein bisschen darüber nachgedacht, wie viel ich hier über die Arbeit an Sagaland 2 erzählen möchte. (das ist übrigens nicht der offizielle Name. Den offiziellen Namen kenne und liebe ich schon seit gefühlten Ewigkeiten, und sobald ich ihn sagen darf, werde ich das sicher auch tun, aber noch darf ich’s eben nicht.)

Es ist unglaublich schwierig, eine Fortsetzung zu schreiben. Und in gewissem Maße wird es eine Fortsetzung werden; andererseits auch wieder nicht. Denn das, was sich viele Leser wünschen, was viele in ihren Rezensionen schreiben oder in Videorezis sagen, werde ich ihnen nicht geben können. Es wird kein Roman über Emily und Siobhan sein. Das wird nicht funktionieren, weil diese Fortsetzung von Anfang an darauf ausgelegt war, über andere Personen zu erzählen. Ich habe, als der Verlag und ich uns fanden, von Anfang an diesen Roman so dick und üppig geplant, dass es die Seitenvorgabe sprengte (anders gesagt: noch mehr Stoff hätte auf 500 Seiten keinen Platz gehabt), weshalb ich dann eine sehr klare Trennung zwischen dem ersten Teil der Geschichte und dem zweiten vornahm. (zumal damals ja noch gar nicht feststand, ob es einen zweiten geben wird.) Jedenfalls kann ich jetzt nicht einfach zurückrudern und sagen, ich erzähle diese zweite Geschichte nicht, bloß weil die erste so gut gefiel.

Ein bisschen fürchte ich mich davor, weil ich damit viele Leser enttäuschen könnte. Allerdings nur ein bisschen; die Entscheidung, das Buch genau so zu schreiben, habe ich bereits vor einem halben Jahr endgültig gefällt, und ich werde jetzt nicht von dieser Linie abweichen. Ich kann es auch gar nicht; jeder Gedanke, wieder voll und ganz auf Emily und Siobhan umzuschwenken, wird sofort mit einem Unwohlsein quittiert, das ich auch dann verspüre, wenn ich Gefahr laufe, in der laufenden Arbeit zu nahe an die beiden heranzurücken.

So viel also sei verraten: sie sind da. Sie spielen ihren Part. Sie tragen zum Gang der Geschichte bei. Und sicher wird man viel darüber erfahren, wie das Leben der beiden sich entwickelt.

Aber sie stehen nicht im Mittelpunkt.

Da beginnt die erste Schwierigkeit. Ich muss erst ein gesundes Maß finden zwischen dem neuen Zentrum meiner Geschichte und den alten Bekannten.

Nächstes Problem: das Sagaland-Tagebuch.
Ich möchte darüber schreiben, wie’s ist, das Buch zu schreiben. Das ist mein persönlicher Kompass, meine persönliche Spielwiese, mein Zuhause und meine Art, mit dieser neuen Herausforderung umzugehen. Aber: ich kann nicht darüber so schonungslos schreiben, wie ich das möchte, und das dann komplett öffentlich machen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, hin und wieder kleine Einblicke zu gewähren und zu zeigen, wo ich stehe, vielleicht auch einen Einblick zu gewähren, mit welchen Problemen ich gekämpft habe und wie ich sie gelöst habe. Ein großer Teil dessen, was mich bewegt und was ich aufschreibe, wird allerdings nicht öffentlich sein. Ich werde es im Blog aufschreiben, ja, weil ich immer noch schneller tippe als alles andere, aber ich werde viele dieser Einträge privat stellen. Deshalb kann es passieren (und darum sage ich das vorher), dass einige der Einträge vielleicht etwas aus dem Zusammenhang gerissen wirken. Für mich tun sie das nicht. Für mich passen sie so, wie sie sind. Ich nehme mir diese Freiheit heraus.

Zweigleisig zum Dritten: heute habe ich das erste Mal das Dokument aufgemacht, in dem hoffentlich bald das Exposé für einen neuen Roman Form annimmt. Ich sag das voller Freude, denn mit diesem Exposé habe ich endlich die Erlaubnis, einen Roman in einem zeitlichen und geographischen Rahmen zu schreiben, den ich schon immer be-schreiben wollte. Die Ideen sind noch ein wildes Knäuel in meinem Hirn. Trotzdem – und das ist das Böse daran, wenn man sich mit einem aktuellen und einem für die Zukunft geplanten Projekt gleichzeitig auseinandersetzt – fühle ich mich zu diesem neuen Stoff viel mehr hingezogen als zu der Geschichte, die zu erzählen ich mir für die kommenden Monate vorgenommen habe.

500 Seiten. Einige Monate Zeit. Eine Geschichte, die so lange schon in mir wächst und gedeiht, dass ich erstmal die Kraft finden muss, die Worte zu ergreifen, die aus einem Hirngespinst etwas Reales machen. Tatsachen sind schon festgezurrt: ich weiß, wann dieses Buch erscheinen wird. Und ich weiß, bis dahin werde ich wieder viel kämpfen, viel hadern, oft verzweifeln. Diesmal vielleicht noch ein bisschen mehr, weil die Erwartungen so hoch sind. Nicht die der Leser, die sich aufs Zweite freuen.

Meine eigenen Erwartungen. Ich erwarte nicht weniger von mir als beim ersten Mal. Eher mehr. Ein Anspruch, dem ich erstmal gerecht werden muss.

Sagaland, die Zweite.

Heute beginne ich. Der Zeitplan ist gewohnt straff, weil ich mich sonst unterwegs langweile. Ich bin zappelig und aufgeregt, weil ich nicht weiß, was mich erwartet. Außer dem Exposé und dem Kurzvotum habe ich nichts. Nur eine 500 Seiten umfassende Vorgeschichte über Personen, die sich jetzt dezent in den Hintergrund verabschieden, weil nun andere nach vorne rücken und ihre Geschichte erzählen möchten.

Ich bin aufgeregt. Und ich hoffe, ihr seid es auch.

Vielleicht erzähle ich bei diesem Buch ein bisschen mehr während der Entstehung. Vielleicht interessiert es euch ja, wie’s meinem kleinen irischen Völkchen und mir beim Schreiben so ergeht?

Freude!

Die Sonnenfänger gibt’s dann irgendwann, bald, auch auf tschechisch. Der Verlag Alpress hat die Rechte gekauft. Und irgendwo sitzt jetzt bald jemand und macht aus meinem Buch ein tschechisches. Macht meinen Job aus einer anderen Richtung.

Ich find das grad echt abgefahren.

Meine Bücher sind zur Rezension freigegeben:

Heute kamen zwei große Pakete von meinen beiden Hauptverlagen. Sie enthalten Rezensionsexemplare, die ich unter den (Buch)Bloggern verteilen darf.

Wer will denn gerne? Zur Auswahl stehen „Das Lied der Sonnenfänger“ und (seit wenigen Tagen erschienen) „Die Rose der Kreuzritter“. Wer an einem der beiden Bücher interessiert ist, kann sich gerne per Mail bei mir melden: july(punkt)r(punkt)gemstein(ät)gmx(punkt)de

Der Fairness halber möchte ich noch ein paar Sachen anmerken: es wäre super, wenn sich nur diejenigen melden, die das Buch dann auch zeitnah lesen und rezensieren möchten. Wenn jemand im Moment keine Zeit hat, aber ein Buch gerne haben möchte, kann er sich gerne zu einem späteren Zeitpunkt noch bei mir melden. Ich weiß selbst, wie das ist, wenn ein Buch auf dem SuB immer weiter nach unten rutscht und dann gar nicht mehr gelesen wird.

Es ist ja nicht so, dass es sich jetzt um ein einmaliges Angebot handelt, dass ich also nie wieder Rezensionsexemplare verteile. Denkt bitte daran, in eurer Mail auch die Adresse eures Blogs nebst Postadresse zu vermerken. Außerdem wäre es schön, wenn ihr mir Rückmeldung gebt, wenn das Buch gelesen und rezensiert ist. Die Verlage und ich freuen uns darüber. (wenn die Rezension bei Amazon, Lovelybooks, Thalia, buch.de oder oder oder auftaucht, sind wir auch nicht böse drum, im Gegenteil.)