Alte Pfade

Schreiben werde ich immer, schreiben fordert mich mehr als alles andere, es ist das, was mich lebendig macht.

In den vergangenen drei bis vier Jahren war das mit dem Schreiben nicht so leicht. Nach meinem vierten Roman beim alten Verlag hatte ich das Gefühl, ich würde nicht mehr den Ton treffen, nicht mehr die richtigen Geschichten raustragen. Dann kam die Kinderwunschzeit, der Verlust, ich geriet ins Trudeln, ich stolperte, ich haderte. Lass dir Zeit, wurde mir von allen Seiten gesagt, zwing dich nicht, es wird schon alles irgendwann wieder gut. Aber ich blieb die Getriebene. Ich wollte schreiben, ich wollte veröffentlichen, meine Geschichten sollten gelesen werden und wurden es doch nicht, vermutlich war ich zu verzweifelt, wer weiß das schon.

In die Zeit fiel auch der Abschied von meiner alten Agentin und der Wechsel zur neuen; was im ersten Moment eher surreal war (ich hätte nie gedacht, mal bei dieser Agentur zu landen), entwickelte sich im Laufe der Monate und inzwischen über zwei Jahre zu einer gut eingespielten Zusammenarbeit. Nicht jedes Projekt, das ich auf den Weg brachte, fand die volle Zustimmung meiner Agentin; nicht jede Idee gefiel ihr. Ich rieb mich an ihr, und ich lernte, dass ich daran nur wachsen konnte. Dass sie mich wachsen ließ, über den Panzer des Verlusts hinaus.

Und dann wendete sich Ende letzten Jahres das Blatt. Ich hatte in der Zwischenzeit einiges über SP veröffentlicht, immerhin mit recht vielversprechendem Erfolg. Aber ich spürte, dass es das nicht war für mich; das laute Trommeln, das beständige Buhlen um die Aufmerksamkeit der Leser – nein. Ich wollte wieder einen Verlag im Rücken wissen, der mit mir gemeinsam die Projekte und Ideen realisierte, die mir am Herzen lagen. Und wie der Zufall es wollte, hat LINN mir eine Tür geöffnet: Die Leseprobe kursierte, stieß auf ein gemischtes Echo (immerhin!) und sorgte bei diesem Verlag dafür, dass die Lektorin zum Hörer griff und die Agentin fragte, ob ich nicht auch was Anderes machen würde, sie hätte da eine Idee …

Die Verlagsbranche ist, ich muss das mal vorsichtig formulieren, ziemlich inzestuös. Da hat jeder schon mit jedem, es passieren die verrücktesten Dinge. Geschichten könnte ich erzählen! Jedenfalls: Diese Lektorin kannte mich bereits von einem Erotikprojekt, das wir vor sieben oder acht Jahren gemeinsam für Ullstein realisiert hatten. Und sie wollte mich auch jetzt. Das war im ersten Moment ziemlich abgefahren, und ich hielt den Ball lieber mal flach; nur in vielleicht 50% der Fälle wird aus so einer angedachten Zusammenarbeit dann tatsächlich irgendwann ein Buch.

Ich will’s kurz machen, obwohl sich das alles über sechs Monate hinzog (und früher wäre ich zwischendurch die Wände hochgegangen vor Ungeduld!): Wir telefonierten, schrieben Mails, ich schrieb ein Exposé, das wir gemeinsam noch etwas besser machten, ich schrieb eine Leseprobe. Und nun kam Mittwoch die Zusage, wir haben noch ein wenig die Eckdaten verhandelt (ja, es ging ums Geld, natürlich ging es ums Geld!), und dann waren wir uns schon am Freitag einig.

2018 erscheint wieder ein Roman von mir bei einem Verlag.

Mir gibt das Auftrieb und Kraft. Es war ein langer Weg. Es war kein leichter Weg. Ich habe nicht aufgegeben. Und das wiederum macht mir Mut – für LINN und alle anderen Ideen, die unkontrolliert durch meinen Kopf geistern.

2017 planen. (30)

Das mit den Weihnachtsgeschenken ist schon fast vollständig abgefrühstückt. Heute hat meine Inobx einige Versandbenachrichtigungen bekommen. Passt prima, übrigens: Möttchen brütet gerade mal wieder an neuen Fähigkeiten herum und ist unausstehlich. Sowas kann ja auch mal dauern. Aber ich habe schon alles bestellt. Also, fast. Das große Geschenk für den Liebsten hat er sich jetzt selbst ausgesucht, weil ich ja keine Ahnung habe, was so ein Beamer für ihn können muss. Außerdem braucht’s noch ein paar Geschenkideen für die liebe Verwandtschaft, die dem Möttchen auch was zukommen lassen möchte.

Weihnachten 2016 ist also quasi erledigt. Kommen wir zu 2017! Da habe ich heute die Übersetzung zugesagt, bin etwas intensiver in die Planung eingestiegen und habe auch mit meiner Agentin erst gemailt, dann telefoniert. Sie wird noch ein anderes meiner Projekte bei einem bestimmten Verlag vorschlagen, bei dem ich mir das gut vorstellen kann, weil der Verlag und ich schon gut zusammengearbeitet haben (unkompliziert vor allem!). Sie kann sich das für meine Projektidee auch gut vorstellen. Wir sprechen auch über das Projekt für Verlag A., das ich aktuell entwickle, und sie klingt sehr positiv, dass daraus etwas Schönes werden kann. Ich freu mich, denn die Lektorin ist wirklich sehr nett.

Wenn das alles klappt – und wenn ich LINN fertigschreibe – ist 2017 schon zu knapp zwei Dritteln voll. Und wenn ich langsam mache bzw. mir etwas mehr Ruhe verordne, ist es sogar komplett voll und ich kann 2017 quasi schon jetzt abschließen und die Planung auf 2018 richten. Klingt toll, nicht wahr? Irgendwie schon. Andererseits fühlt es sich komisch an, und ich trau der Sache irgendwie noch nicht. Ich bleibe misstrauisch. Ich hatte doch noch so viel im SP-Bereich vor, wie soll ich das noch schaffen … Ach, naja. Wie schrieb ich letztens so schön? Wenn eins von drei Verlagsprojekten dann auch irgendwann in den Buchläden liegt, ist das eine gute Quote.

Also hab ich für 2017 noch jede Menge Luft und Platz. Und lass es auf mich zukommen. Aber es ist auch schon so viel geplant, dass ich es auf mich zukommen kann! Das muss jetzt nur noch irgendwie bei meinem unruhigen Herz ankommen …

Kennt ihr schon Papego? (20)

Nein? Ich bis heute auch nicht, und ehrlich gesagt, das ist doch ’ne Schande, wieso erzählt uns niemand, dass es sowas Tolles gibt? Viel wichtiger noch: Wieso machen da nicht sofort alle Verlage mit?

Aber ich greife vor. Beginnen wir die Geschichte bei meinem ewigen Dilemma. Ich lese nämlich gern und viel, nur „leider“ im Moment vor allem e-Books, weil die meiste Lesezeit eben dann ist, wenn ich mein schlafendes Baby im Arm halte. Und so ein dickes Hardcover ist da nur schwer zu balancieren. Also habe ich den e-Reader immer dabei (ich bin Team Kindle, wenn auch so semi-glücklich damit, dazu dann ein anderes Mal mehr), und zur Not kann ich auch auf dem Smartphone weiterlesen, die e-Books sind ja alle in der Cloud gespeichert. Es ist praktisch, aber es beeinflusst eindeutig mein Leseverhalten. Es gibt nämlich nach wie vor Bücher, die ich gerne physisch besitzen möchte. Aktuell zum Beispiel Mind Control*, den Abschluss der Bill-Hodges-Trilogie von Stephen King. Weil ich die ersten beiden Bände schon im Regal stehen habe. Und weil es Stephen King ist. Manche Bücher will man eben dort im Regal stehen haben, Ausmisterei hin oder her.

Jedenfalls hat mich diesen Leseherbst ein anderes Buch auch sehr erwischt: Geister* von Nathan Hill. Ich lade mir dann meist die Leseprobe, lese rein und entscheide dann, ob es das e-Book oder das Buch sein soll. Hier war schnell klar: Ich muss das Buch haben! Aber zugleich, mh, blöd – ich lese noch am King herum, das Buch hat schlanke 864 Seiten. Aber es zu lesen war wie damals, als ich das erste Mal Die Korrekturen* von Jonathan Franzen in die Hände bekam – ich fiel in dieses Buch, es sprach zu mir, ich fand nicht mehr heraus. Nach längerem Zögern entschied ich mich pro Buch.

So, lange Vorrede, kommen wir zur Sache. Hier kommt Papego!
Das Buch kam heute Früh an, ich packte es aus und freute mich wie irr. Okay, ich würde wahrscheinlich bis Weihnachten brauchen, um es zu lesen, aber egal! Ich hatte es wenigstens schon mal. Und dann stutzte ich, denn auf der Einschlagfolie war ein Aufkleber:
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Papego – kostenlos mobil weiterlesen.
Neugierig ging ich ins Netz und las auf der Seite von Papego, was das ist und was es mir bringt.
Kurz gesagt: ENDLICH!
Langversion: ENDLICH hat jemand meine Gebete erhört. ENDLICH kann ich mobil mein Buch weiterlesen! ENDLICH muss ich mich nicht zwischen e-Book und Buch entscheiden, ENDLICH kann ich beides haben, ohne Aufpreis! (unter uns: ich wäre auch bereit gewesen, einen Aufpreis zu zahlen, es wäre mir 1-2 Euro wert gewesen.)

Und so funktioniert’s:
Bei bestimmten Büchern, die von den Verlagen mit Papego verkauft werden (zu erkennen am gelben Aufkleber, und ein Lesezeichen mit der Erklärung ist auch im Buch, siehe unten), kann ich mit einer App unterwegs weiterlesen – und das völlig kostenlos! Ich brauche dafür nur die aktuelle Seite mit der Papego-App einzuscannen (die es bisher für iOS und Google Play gibt). Die App lädt dann die folgenden 25% meines Buchs in den Speicher. Voilà, ich kann weiterlesen, aber unabhängig vom dicken Ziegelstein Buch. Sobald ich wieder bequem auf dem Sofa sitze und das Buch weiterlese, brauche ich auch nur die Seitenzahl in der App ablesen und bin direkt wieder dort, wo ich in der App aufgehört habe. So einfach! So genial!

25% sind es übrigens, weil man so verhindern möchte, dass jemand gerade mal in die Buchhandlung marschiert, die erste Seite scannt und dann das ganze Buch per Papego verfügbar hat. Was ich absolut nachvollziehbar finde, und bei einem durchschnittlichen Buch mit 400 Seiten hat man da immerhin 100 Seiten, die man mitnehmen kann. Das reicht für zwei Stunden Lesespaß.

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Beim Piper-Verlag gibt’s bisher gut 50 Titel, die papego-fähig sind. Die Liste findet ihr hier. Ich finde das Konzept echt genial, ich bin begeistert. Und habe natürlich sofort den Hill auf mein Smartphone geladen. Funktioniert!

Was haltet ihr von der Idee? Seid ihr eher Papierleser oder e-Leser? Käme euch so eine App zugute, wenn sie von mehr Verlagen für mehr Titel angeboten wird? Was meint ihr?


* die Links sind Affiliate-Links zu Amazon

Loslassen. (2)


Jetzt musst du mal auf eine andere Ebene. Und das geht nur mit: Loslassen.

Loslassen. Als wär’s meine leichteste Übung. Als wär’s nicht – ebenso wie Geduld! – eines der Dinge, die sich immer gegen mich sperren, die so unbequem sind, weil sie so schwer zu erlernen sind.

Aber ich bekam es heute quasi wieder auf dem Silbertablett. Ich meine, wer macht das schon, am Montag nach der Buchmesse zwei Mails in die Verlagswelt an unterschiedliche Adressen zu senden? Ich glaube, unbewusst dachte ich: Wenn da jetzt auf Anhieb nix kommt, isses ja kein Wunder, weil letzte Woche Buchmesse war. Die stehen doch jetzt alle zu mit Arbeit. Und dann die Überraschung: beide Male kamen Antworten innerhalb von nicht mal einer Stunde.

Ja, ich haderte zuletzt sehr; ich wusste nicht, wohin mit mir, meiner wirtschaftlichen Unsicherheit, meiner Ideenflut, mit alledem. Ich weiß es jetzt auch nicht. Und der Satz, der mir da heute entgegen flog, der löst auch nicht von jetzt auf gleich, in wenigen Sekunden, all meine Probleme. Der bohrt sich noch tiefer rein in mein ganzes Suchen, Streben, Hadern, Ringen. Er macht nicht von heute auf morgen alles wieder gut; im Gegenteil. Er verspricht mir etwas, von dem ich gedacht habe, ich hätte es mir längst abtrainiert durch, tja, Auftragsarbeiten und Genreliteratur. Lauert da noch was, unter diesen Sedimentschichten? Kann ich die nach und nach abtragen, bis etwas zum Vorschein kommt, das so viel mehr meinem Wesen entspricht?

Und heißt das, dass alles in den letzten Jahren „falsch“ war? Sicher nicht. Aber was heißt es für das, was ich im Moment mache?

Loslassen. Und dann: mich öffnen. Für die Geschichten, die erzählt werden müssen und nicht nur wollen oder gar können

Wie’s scheint, wird’s nicht leichter. Aber wer hätte das schon gewollt …

Die Zweifel. Sie gehören ja eh dazu.

Das mit dem Schreiben, es klappt hervorragend. Besser als früher. VIEL besser als früher; grad so, als müsste ich jede halbe Stunde, sogar jede Viertelstunde, jedes winzige Zeitfenster, das sich öffnet, schamlos ausnutzen. Und das schadet den Geschichten nicht, die ich schreibe. Erstens: sie sind schneller fertig. Zweitens: sie spüren und atmen den Flow, wenn ich sie überarbeite; da wird dann nicht in der Überarbeitungsphase hektisch noch herumgepuzzelt, damit es doch irgendwie passt. (im Idealfall sieht das die Leserin nicht. Aber ich! Ich seh’s!)

Und dann ist wieder ein Buch fertig, es darf wieder in die Welt hinaus – und es zieht und zerrt. Es wehrt sich alles in mir, ich hadere und bin voller Zweifel. Ich weiß, sie gehören dazu, die Zweifel; sie sind quasi Teil des Spiels. Sie müssen sein. Ein Buch ist erst dann für mich rund und gut und richtig, wenn es gebunden in meinen Händen liegt. Dann kann ich es zugleich auch abschließen, dann ist es für mich gut.

Trotzdem – die Zweifel bleiben, ob das, was ich da schreibe, reicht. Ob es genügt, sowohl meinen Ansprüchen als auch denen der Leser. Ob es vor allem genügt, damit ich damit leben kann, davon leben kann. Man ist erstaunlich einsam, wenn man sich vom Netz und vom doppelten Boden der Verlagswelt löst und allein auf den eigenen Füßen steht. Es macht mich freier, aber zugleich ist der Fall tiefer. Ob man überhaupt das einspielt, was Lektorat, Coverdesign und Werbung kosten. Ob man die Leser so erreicht, dass sie jedes weitere Buch auch lesen wollen und vielleicht sogar meine Bücher weiterempfehlen …

Die Gedankenspirale dreht sich so kurz vor der Veröffentlichung. Die Zweifel gehören dazu. Das zu wissen und es anzunehmen, das fällt schwer. Ich wünsche mir ein Patentrezept, irgendwas, das es mir leichter macht. Ich weiß, dass es ein Rezept gibt, fern von Zahlen, Erfolgen, Rezensionen. Das nächste Buch schreiben. Eine neue Seite aufschlagen, erneut „1. Kapitel“ schreiben, und dann die kreative Kraft loslassen. Die Geschichten sind ja da, ich muss sie nur aufschreiben. Und loslassen. Schreiben. Loslassen. Sich nicht kirre machen lassen. Hoffen, bangen, fürchten.

Es gibt kein Zurück. Ich kann nicht anders als diesen Weg weiter zu beschreiten, denn er hat mich schon vor langer Zeit gewählt.

Writing Mum.

Natürlich wirbelt so ein kleines Menschenkind das Leben gehörig durcheinander. Und natürlich ist danach nichts mehr so, wie es mal war.

Man arbeitet zum Beispiel ganz anders.

(und jetzt schimpft bitte nicht mit mir. Ich weiß, das heilige Wochenbett, da habe ich nichts anderes zu tun, als mein Kind zu kuscheln, es zu stillen, es in den Schlaf zu wiegen usw. Aber stellt euch vor: es gibt so zwei, drei Stunden am Tag, da möchte ich auch wieder die Schriftstellerin sein.)

Noch klau ich mir die Schreibstunden, die so kostbar sind. Morgens tut sich ein Zeitfenster auf, das Baby schläft, und ich sitze neben dem Laufstall am Esszimmertisch und tippe. Wenn sie wieder wach wird, ist diese wertvolle Schreibstunde vorbei, und ich darf ihr nicht nachheulen, denn ich hatte meine Chance. Und meist schaffe ich in dieser knappen Zeit auch das Pensum. Oder sogar mehr! Wie effektiv man doch wird, wenn man erst anfängt, auf Zeit zu schreiben. So ein Baby ist der beste Motivator, besser als jede App, besser als „write or die“, es ist in seinen Ansprüchen und Bedürfnissen (und der Erfüllung derselben) absolut gnadenlos.

Und es ist wunderbar. Außerdem, auch total wichtig für mich: ich habe das Gefühl, dass es machbar ist. Das Leben als Writing Mum, als Mutter und Schriftstellerin, mit meiner Arbeit, die ich so sehr liebe. Ohne die ich nicht sein kann, ohne die ich irgendwann eingehen würde. Ich erhasche einen kleinen Blick auf das, wie es sein könnte in Zukunft – wie es sein wird, so hoffe ich. Natürlich wird es nicht immer so sein. Natürlich wird es ein Spagat. Vereinbarkeit ist eine Lüge, irgendwas fällt immer hinten runter (und das wird, so zeichnet es sich hier gerade ab, bei mir nicht anders sein). Aber ich betrachte unsere Situation als privilegiert. Der Liebste mit einem unkündbar festen Job, der uns ein gutes Auskommen ermöglicht, selbst wenn ich ein Totalausfall werde. Und daneben meine Arbeit, meine Leidenschaft, mein Job, den ich nie ganz aufgeben möchte. Was ich auch nicht muss, denn ich kann von zu Hause arbeiten, ich kann jederzeit arbeiten (ja, kein Scheiß! Auch nachts!), und ich kann mich in erster Linie ums Kind kümmern, wenn das Kind es verlangt.

Luxus. Ich weiß, das ist absoluter, uneingeschränkter, beneidenswerter Luxus. Wir sind privilegiert. Wir haben das Glück, dass unser Leben die idealen Umstände bietet. Und ich bin unendlich dankbar dafür.

Und jetzt schnell noch zwei Seiten schreiben, bevor das Baby wach wird und wieder meine volle Aufmerksamkeit bekommt!

Die Muse will Ferien machen? – Strategie gegen den Writer’s Block

Bei jedem Roman kommt früher oder später der Punkt, ab dem es immer langsamer voran geht. Man schleppt sich so durch die Seiten, fragt sich alle zehn Wörter, wie man nur solchen Mist verzapfen kann und ist sicher, dass niemand diesen Schund lesen wird. Und wenn man erstmal an diesem Punkt angelangt ist, kann man’s ja auch gleich bleiben lassen mit dem Schreiben. Und stattdessen einen Blogeintrag verfassen. (Ihr seht, wohin das führt?)

Diesmal war’s der schleichende Prozess, ich habe nämlich mehrere Stolperfallen eingebaut, damit ich dieses Mal gar nicht erst reinrausche. Und trotzdem ist es mir passiert. Anders formuliert: ich fürchte, es passiert gerade.

Mir helfen ein paar Dinge gegen das Stocken. Denn der sogenannte „Writer’s Block“, die ach so viel beschworene Schreibblockade, ist gar keine Blockade. Könnten wir uns darauf einigen, bevor ich mehr erzähle? Meist handelt es sich einfach um innere Widerstände, die sich regen, weil man irgendwas „vergessen“ hat, „später“ noch einfügen möchte, weil etwas „fehlt“, das dem Text seinen inneren Halt gibt. Viele Autoren, die mit dem Schreiben erst anfangen, machen die leidvolle Erfahrung, nach dreißig bis fünfzig Seiten steckenzubleiben. Dann ist ihre Initialidee aufgebraucht. Das, was sie zum Schreiben trieb, hat sich erschöpft und sie haben die Geschichte nicht weitergedacht. Und dann merken sie, dass planloses Drauflosschreiben nicht ihre Sache ist, aber sie scheuen die Arbeit, die mit einem Kapitelexposé, Charakterbögen etc. verbunden ist.

(kleiner Einwurf: Ja, ich weiß. Ich hab erst letztens hier verkündet, dass ich das alles nicht mache – jedenfalls nicht schriftlich. Wenn ich schreibe, lebe ich allerdings mit den Figuren und deshalb sind sie in diesem Zeitraum wie alte Bekannte, mit denen ich beisammen sitze und mir ihre Geschichte erzählen lasse. Aber hier geht’s nicht nur um mich.)

Okay, das Schreiben verlangsamt sich, der Strom versiegt. Was hilft?

So banal das jetzt klingt, aber: weiter schreiben. Und zwar nicht irgendwas. Die Verlockung ist *riesig*, sich jetzt auf eine der anderen Geschichten zu stürzen, die sich plötzlich in den Vordergrund drängen wollen. Das alles sind nur Ablenkungsmanöver. Natürlich ist es leichter, sich in den nächsten Text zu werfen und wieder 50 Seiten zu produzieren, die dann irgendwie den Heldentod der angeblichen Schreibblockade sterben. Meist ist dieses verlangsamte Schreiben (zumindest bei mir) ein deutliches Zeichen, dass viel passiert, woran man wiederum viel herumdenken muss. Schreiben ist nicht nur aktives „in die Tasten“, sondern auch ganz viel passives „nicht in die Tasten“. Bei den größten Plotlöchern, die man dann konkret benennen kann („Wie bringe ich XY dazu, Z zu machen?“), helfen stumpfe Tätigkeiten. Anderswo nennt man das denn Prokrastination, aber Putzen, Wäsche, Duschen, Steuerakten sortieren kann tatsächlich helfen. (Duschen ist mein Geheimtipp. Beim Duschen hab ich noch jedes Plotloch gestopft bekommen.) Trotzdem sollte am Ende jedes Tages etwas Zählbares stehen – auch wenn’s nur eine Seite ist. Egal! Hauptsache, man bleibt drin.

Es ist gut, wenn im Text viel passiert. Kann natürlich auch sein, dass ein Zuwenig ausbremst. Das findet man aber mit etwas Übung beim Lesen selbst heraus und davon sollte man sich nicht entmutigen lassen. Die wenigsten Texte entstehen linear von vorne nach hinten. (Und wenn sie bei dir so entstehen – wunderbar!)

Schreiben ist ein Prozess, der viel mit Denken zu tun hat. Vor-denken, mit-denken, nach-denken. Man muss den Figuren im eigenen Leben ein Plätzchen freiräumen, sonst ziehen sie sich beleidigt zurück. Vor allem aber muss man jeden Tag schreiben, sonst wenden sie sich ab und sind beleidigt. Anders ausgedrückt: sobald man einen Text länger als eine Nacht ruhen lässt, wird er sperrig, doof, anstrengend, uninteressant. Man möchte ihn eigentlich mit jedem weiteren Tag lieber in die Ecke pfeffern und vergessen, dass man je dachte, man könne ja mal einen Roman schreiben.

Gegen den Writer’s Block, der keiner ist, hilft eben nur: schreiben. Schreiben, schreiben, schreiben.

Friday Fives # 4

Innehalten, dankbar sein, sich freuen, was so wunderbar war in der letzten Woche. Dieses wundervolle Projekt hat Buntraum ins Leben gerufen. Diesmal bei mir in der „Aber Freitag war ich unterwegs und danach zu platt“-Edition.

I. Sonne!
Endlich ist sie da – und sie hat Kraft, sie wärmt und verspricht. Wie sehnsüchtig hab ich die letzten Wochen nach draußen geschaut und mich nach meinem Terrassenbüro gesehnt – bald! Ich glaube, bald kann ich es eröffnen.

II. Täglich schreiben
Ich hab’s geschafft – jeden Tag habe ich geschrieben. Sogar am Freitag, als ich vor allem im Zug saß und las oder döste. Auch dort habe ich ein paar Sachen zu einem Projekt notiert, das hier zukünftig als „Inselroman“ herumgeistern wird. Dabei hat es gar nix mit Inseln zu tun, eher im metaphorischen Sinne.
Derweil wächst der aktuelle Roman unaufhaltsam. Freude!

III. Die Lieblingslektorette besucht
Das hatten wir zuletzt ein paarmal verschoben – mal konnte sie nicht, mal konnte ich nicht. Wobei ich häufiger absagen musste und aus dooferen Gründen (doof im Sinne von: mich hat’s ja selbst genervt, aber ich war einfach noch zu wacklig auf den Beinen). Aber gestern war’s soweit: wir saßen vor einer Trattoria in Reinbek, genossen herrlich leckere Pasta, schmiedeten Pläne (oder, wie Kollege Christian Humberg sagen würde: planten die Weltherrschaft) und redeten über so vieles, dass ich danach ganz wuselig im Kopf war. Es ging natürlich um die Verlagswelt, um Bestseller und Midlist, um neue Buchprojekte (jippie, pssst, das wird spannend!) und darum, wann und wie ich das Buch schreibe. Es dauert wohl noch 1-2 Jahre, aber vielleicht fange ich irgendwann einfach schon damit an.

schüchterne Genie

IV. Schüchterne Genie
Als wir vor knapp zwei Jahren das Häuschen bezogen, stand eines für mich fest – ich brauchte eine Magnolie im Vorgarten, das gehörte sich so. Also im Herbst bestellt und eingepflanzt. Im Frühling bekam sie keine Knospen, aber immerhin große, dicke Blätter. Im August waren Knospen da (theoretisch kann sie zweimal im Jahr blühen), aber sie blieb schüchtern und behielt die Knospen über den Winter. Zum Glück war’s nicht so kalt. Und diese Woche, endlich! Da hat sie ihre Knospen *gezeigt*. Noch nicht geöffnet, aber man sieht, wie wunderschön Genie ist.

V. Eine völlig neue Lesewelt
Vor zwei Wochen bedrängte ich den Liebsten, mit mir in die Buchhandlung zu gehen. „Ich will was von Stephen King lesen!“ Keine Ahnung, woher das kam, aber es war da. Also gingen wir in die Buchhandlung und kauften Revival, seinen neuen Roman. Ich fing an zu lesen, ich blieb um Seite 200 hängen (Mr. King, da hängt der Roman durch!), nahm die Lektüre dann aber wieder auf, als ich letztes Wochenende mit „On Writing“ anfing. Und war dann doch relativ schnell durch und lechzte nach mehr.
Früher habe ich natürlich ein paar King-Romane gelesen – Carrie, Friedhof der Kuscheltiere, The Green Mile hatte ich sogar in den sechs Einzelbänden, die damals in schneller Folge erschienen. Was ich damals noch lange nicht sah, macht jetzt irre viel Spaß – Rückbezüge! Der Liebste musste mir Donnerstag direkt den nächsten Stephen King aus der Buchhandlung mitbringen. Und daran finde ich besonders toll: da sind noch Dutzende Romane, die ich noch nicht kenne!

Special Edition VI. – Testleser!
(Weil ich mich darüber besonders freue, und hey, diese Woche gab’s wirklich mehr als fünf Gründe zur Freude!)
Die Wahnsinnsresonanz auf meinen Testleseraufruf. Ich bin völlig von den Socken, weil hier auch jetzt noch Mails eintrudeln. Himmel! Ich muss dieses Jahr noch mindestens vier Bücher schreiben, damit ihr alle mal mitlesen dürft! Mich spornt euer Interesse sehr an. Immerhin haben meine Geschichten 30+ potentielle Leser, und die kommen nur aus meinem weiteren Umfeld – jene nicht mitgerechnet, die aus Vernunftgründen verzichtet haben, weil sie sagen, sie schaffen es zeitlich leider nicht. Danke, danke, danke! Ihr macht mir den Wiedereinstieg ins Schreiben so viel leichter!

Schreiben. Täglich.

Auch das habe ich jetzt begriffen, und ich verinnerliche es, während meine kreativen Muskeln sich dehnen und strecken.

Stephen King sagt (sinngemäß), man solle jeden Tag schreiben. Jeden. Verdammten. Tag.
Ein bestimmtes Pensum soll’s schon sein. Er schreibt 2.000 Wörter, aber für einen Anfänger sei’s absolut okay, mit 1.000 pro Tag zu beginnen. Man muss sich diese Zeit freischaufeln und dann konsequent dranbleiben.

Ich betrachte mich nach sechs Romanen (und viel, viel anderem Kram!) nicht als Anfänger. Andererseits habe ich fast zwei Jahre so gut wie gar nichts geschrieben, weshalb mich normalerweise der Gedanke, ein Manuskript über 75.000 Wörter zu schreiben, abschrecken sollte bis zum „ich schaff das niemals!“ – was es nicht tut, übrigens. Bricht man es in kleine 2.000-Wörter-Pensumhäppchen, sind das ja nur 38 Tage. Nicht mal zwei Monate, nur anderthalb Monate, wenn man zwischendurch auch mal Hänger hat und an schlechten Tagen höchstens 1.500 schreibt. (was der Großmeister eigentlich verbietet, aber hey!) Selbst mit 1.500 Wörtern pro Tag wären das immer noch unter zwei Monate.

Und ich dachte, probierst du’s mal. Eben nicht mit den 1.000 Wörtern für den Anfänger, sondern den 2.000 Wörtern eines Vollprofis. Und etwas Erstaunliches passiert.

Ich habe ein Manuskript begonnen. Die Idee war da, der Rest kam wie eine Welle über mich. Ich schrieb los, mit dem Ziel von 2.000 Wörtern pro Tag. Am ersten Tag scheiterte ich kläglich und schrieb nur 500. Dachte mir aber, jemine, so ein Drama ist es nicht, war auch abends, und da ist eher die Schreibzeit für die Galerie (darauf gehe ich später noch ein). Der Tag zählte also nicht. (Es ist schier erstaunlich, welche Tage alle nicht zählen, wenn man erstmal damit anfängt, Wörter zu zählen!) Aber immerhin, ich hatte geschrieben, und nachdem ich zwei Wochen durch mehrere Manuskripte mäandert war, schien ich hier das eine gefunden zu haben, das ich zu Ende schreiben wollte. Hoffte ich.

Am nächsten Tag begann ich zu der Zeit, von der ich wusste, dass sie zu meiner besten Schreibzeit gehört. Morgens! Ich weiß, das ist ein Luxus, den sich nur die Allerwenigsten leisten können – morgens schreiben, göttlich! Ich schrieb, schrieb, schrieb, kam ins Stocken, schaltete Anti-Social ein, geriet in einen Rausch und stieg irgendwann, 2.300 Wörter später, aus dem Schnellzug wieder aus. Mir war ein bisschen schwindelig von so viel Tempo. Ich las auch nicht noch mal, was ich da geschrieben hatte, sondern schnippte das Dokument beiseite und widmete mich anderen Dingen.

Am Tag drauf schrieb ich morgens. Und abends noch mal. Knapp 4.000 Wörter stehen zu Buche.

Natürlich kann man nicht jeden Tag morgens *und* abends schreiben, und ich versuche, mich ein bisschen davor zu schützen, zu viel von mir zu erwarten. (Wenn man 4.000 Wörter/Tag aufs komplette Manuskript runterbricht, dauert der Schreibprozess an sich keine drei Wochen. Schwindelerregend, nicht wahr?) Ich habe mir für dieses Buch zwei Monate gegeben, und diese zwei Monate will ich auch nutzen, damit es gut wird. Danach geht’s zu den Testlesern und dann ins Lektorat, es ist doch ganz einfach. Denke ich.

Täglich schreiben also. So einfach und wohltuend. Zwei Jahre lang war das überhaupt nicht möglich, es war eine Utopie, ein ferner Traum. Jetzt ist es wahr, weil ich es wahr mache. Weil ich es vermag, weil die Geschichten sich aufdrängen, sobald ich mich ihnen wieder öffne.

Und zugleich denke ich – leider! – in einem verqueren Winkel meines Hirns, dass es gut ist, wieder zum Schreiben zu finden. Weil Schreiben auch heilt, und hier ist viel zu heilen, du meine Sterne. Schreiben, täglich schreiben ist vor allem deshalb gut und richtig, weil ich damit ein wenig ausblenden kann, dass andere Lebensbereiche sich nicht so einfach kontrollieren lassen. Und dass sich daran so schnell nichts ändern wird.

Schreiben heilt. Schreiben hält mich im Leben, wenn ich eigentlich nur weg will von aller Verantwortung und allem, das weh tut oder mich anstrengt.

Schreiben heilt.

Ein neues Genre?

Wir sind auf dem Heimweg nach dem Osterbesuch bei meiner Mutter (Marmorkuchenmassaker) und des Liebsten Eltern (Burger-vom-Grill-Massaker). Wir sind vollgefressen, es wird dunkel, als Beifahrerin darf ich in die Gegend schauen und sehe eine Ricke auf dem Feld und die Osterfeuer am Horizont. Hoffentlich haben die alle ihre Holzstapel vorher noch mal umgeschichtet, denke ich.

Mir kommt eine Idee. So eine, die man in den Zettelkasten wirft, um sie eines Tages rauszuziehen und zu schreiben. Eine, die als Initialzündung taugt, eine RICHTIG, RICHTIG gute Idee. Keine, mit der man sich rumquälen muss. Leider ist sie für einen Krimi, und bis vor zwei Wochen habe ich steif und fest behauptet: „Ich kann keine Krimis und werde sie nie schreiben.“

Dann kam Stephen King. Besser gesagt: sein Buch „On Writing“, auf Deutsch „Über das Leben und das Schreiben“.

Ich habe nie viel Stephen King gelesen. Okay, vor zwanzig Jahren hab ich einige aus dem Regal meiner Schwester gemopst („Carrie“, „Friedhof der Kuscheltiere“, „Die Augen des Drachen“) und ja, verschlungen hab ich sie auch. Aber irgendwie dachte ich, damit meine King-Phase abgeschlossen zu haben. Ich wandte mich anderer Lektüre zu.

Der Liebste liest nicht so viel, er hört lieber. Je länger, um so besser, niemals in gekürzter Hörfassung. Stephen King gehört zu seinen Favoriten, aber nur, wenn er von David Nathan gelesen wird. Kein Scherz! Da ist er Gewohnheitstier. Mein Berührungspunkt mit Stephen King war also in den letzten Jahren vor allem, wie der Liebste mir die Geschichten nacherzählte, die er hörte (und das machte er sehr gut und spannend, das habe ich gerne gehört, es war natürlich deutlich kürzer als die 30 Stunden Hörbuchfassung. Und anders als beim Hörbuch bin ich nicht dabei eingeschlafen.).

Kürzlich hatte ich Lesekrise, und um wieder rauszukommen, dachte ich mir, ich könnte ja auf die Lesehelden meiner Jugend zurückgreifen. Also kaufte ich das Neueste von King, „Revival“, begann zu lesen und mochte es sehr. Jedenfalls mochte ich es viel mehr als die anderen Sachen, die ich zuletzt las. Und dann fiel mir ein, dass King ja auch mal dieses Buch übers Schreiben geschrieben hat. Dank Lesegerät kann einem sowas ja auch mitten in der Nacht einfallen und eine Minute später fängt man an zu lesen. (Ich begrüße diese Form des Lesekomforts sehr!) Also lud ich „Über das Leben und das Schreiben“ runter und fiel hinein.

Und lernte und staunte und quiekte verzückt und war danach in Mr. King verliebt.

Er gab mir etwas, das mir bisher niemand geben konnte. Das Gefühl, in meiner Arbeitsweise normal zu sein.

Ich habe in den letzten fünfzehn Jahren zu viele Planer getroffen. Zu viele, die sich an einen Kapitelplan halten, die manisch plotten und sich dann an diesem Gerüst entlang hangeln. Ich hab das wirklich versucht. Aber, um mit King zu sprechen: damit kriegte ich meine Fossilien partout nicht aus der Erde. Es ging immer nur, wenn ich mich drauf stürzte, ins Buch fiel, wenn ich wie eine Verrückte schrieb und mich ums Überarbeiten später kümmerte. Das ließ der Zeitplan selten zu, ich machte zu lange Pausen, das Schreiben hielt viele unglückliche Phasen für mich bereit.

Und jetzt also kommt der Großmeister der Spannung daherspaziert, guckt mich schief an, ja, mich, ich fühlte mich so sehr von ihm angesprochen!, und er erklärte mir, das sei alles prima, wie ich es mache, so arbeitet er nämlich auch. Dass eine Idee zur nächsten führt, dass die Handlung sich von den Protagonisten getrieben entwickelt und (important, important!) diese Protagonisten am Anfang auch so fremd sind wie nur irgendwas und er sie erst im Schreibprozess kennenlernt. Keine Vorarbeit. Hinsetzen und schreiben wie eine Wahnsinnige. Mehr nicht.

Als ich dann heute Abend diese wunderbare Zettelkastenidee (für einen Krimi of all things!) habe, notiere ich sie. Hebe sie auf, bis ihre Zeit gekommen ist. Ich dachte ja bisher, Krimis kann ich nicht, weil ich vorher planen muss.

Muss ich gar nicht. Ich hab ein Thema, eine Idee. Der Rest ergibt sich beim Schreiben.