Monatsarchiv für April 2010

Whew!

Ich blogge ja schon seit einiger Zeit quasi auf zwei Ebenen: einerseits öffentlich, andererseits in einem geschlossenen Bereich, weil eben nicht alles für die Öffentlichkeit gedacht ist. Das sieht man ja so nicht. Darum - weil mir das, was ich heute zu berichten habe, sehr wichtig ist - heute mal ein kleines *klickmich!*

Gott, Kinder. Ist das aufregend. Dagegen ist heiraten ja mal ein Klickerklacks.

am Freitag, den 30. April 2010 um 23:41 einsortiert unter feels like home

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Hamburg.

Das ist schön hier!

Gestern gab’s unglaublich leckeres Essen in Sichtweite (!) des Mylys, was ich ziemlich gemein finde, wenn man bedenkt, dass wir keine Zeit dafür hatten. Aber die Leute vom Verlag konnten ja nicht wissen, dass mich ein Wollgeschäft in ähnliche Verzückung versetzen kann wie eine Buchhandlung.

Dafür waren dann Essen und Gesellschaft ganz wunderbar, und ich hab mich sehr wohlgefühlt! Besonders schön war, über das Buch zu sprechen. Und zu merken, dass da einige sitzen, die dieses Buch unglaublich gern haben.

Gemein war dann aber wieder, dass alle schon den zweiten Entwurf fürs Cover gesehen haben. Nur ich warte noch. *schnüff* Aber bald gibt’s das endgültige, und dann darf ich’s vielleicht auch hier vorstellen. Hach! Aufregend ist das alles nach wie vor. Sehr sogar.

Und bald geht’s heim, und ich hab leider heute früh noch eine Buchhandlung in Hotelnähe gefunden, die ich natürlich auch leerkaufen musste … egal. Das gehört dazu, wenn ich unterwegs bin. Und nach dem Stress der letzten Wochen sieht’s fast so aus, als könnten die nächsten vier Wochen etwas ruhiger laufen. Nach wie vor hohes Pensum, aber einfacheres Arbeiten. Hurra!

am Freitag, den 23. April 2010 um 11:11 einsortiert unter Autorengeflüster, Sagaland, Über das Schreiben ...

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Waage.

Ich fühl mich immer ein bisschen komisch, wenn andere Leute irgendwo erzählen, schreiben, berichten, einfach in die Welt hinausschreien, wie viele Kilos sie in welcher Zeit verloren haben. Oder was sie grad wiegen und dass sie damit unglücklich sind. Oder wie wenig das inzwischen ist, und wie stolz sie darüber sind.

In manchen Fällen, das möchte ich am Rande klarstellen, finde ich das absolut in Ordnung und nachvollziehbar. Und ich freu mich über jedes Kilo, das da purzelt. Ihr wisst, dass ich euch meine.

Nicht in Ordnung oder nachvollziehbar finde ich es bei Leuten, die ein normales Gewicht haben, vielleicht auch das, was nach diesem ominösen BMI als leichtes Übergewicht bezeichnet wird, aber eben nicht bedenklich ist. Wenn ich von solchen Leuten höre, sie müssten unbedingt xy Kilos abnehmen oder sogar stolz verkünden, sie hätten abgenommen - so what? Ich glaub, da fehlt mir was.

Mir fehlt dafür vor allem eins: mein aktuelles Gewicht. Also, das letzte Mal hab ich mich auf die Waage gestellt, da fiel sie mir in die Hand, weil wir gerade umgezogen sind, und da zog ich sie zugestaubt unter dem Tischchen im Badezimmer hervor. Oder nein, sie war sogar im Karton, und was tut man nicht alles, wenn man keine Lust hat, zu packen? Genau. Das war im September, und davor hatte ich schon einige Jahre, in denen ich mich nicht auf die Waage stellte oder nur alle halbe Jahr, und da änderte sich nie viel, darum war alle halbe Jahr auch nur ein neugieriger Impusl. Aha, immer noch wie vorher.

(wo die Waage jetzt übrigens ist, weiß ich nicht. Im Badezimmer ist sie nicht. Nein, ich glaube, sie ist jetzt im Keller gelandet.)

Wenn man mich fragt, würde ich sagen: ich hab mein Wohlfühlgewicht. Das braucht keine Zahl, das braucht nur ein Gefühl, und das heißt: mein Körper und ich, wir mögen uns.

Aber woher kommt dieser allgemeine Wahn, einem Ideal nachhungern zu müssen, das 99% eh nie erreichen werden, und wenn man es dann erreicht, zu einem Preis, der schon nicht mehr feierlich ist? Wie frustrierend muss denn das sein, sich ständig mit seinem Körper auseinander zu setzen, ihn durch Entzug von Genuss zu strafen, ihn zu Bewegung zu zwingen, zu der man vielleicht eigentlich keine Lust hat (aber muss sein, um abzunehmen, so die Argumentation), muss das nicht elend nervig sein?! Warum tut man sich das an? Ich meine, es geht hier nicht um zig Überkilos, es geht dann um so Sachen wie “ich muss unbedingt drei Kilo abnehmen!!!”

Ich muss gar nichts abnehmen. Dass ihr’s wisst: morgen geh ich mittags zu einer Familienfeier, und abends kochen wir für Freunde. Ahhh, besser noch, wir machen Wraps mit Chili-Füllung, und dazu ein bisschen Salat. Weil’s schmeckt.

Und jetzt hab ich Hunger auf einen Apfel. Vielleicht … vielleicht hab ich einfach Glück, weil ich mit meinem Körper im reinen bin, weil ich ihn mag, wie er ist, mit all seinen Schwächen. Man kann auch die Schwächen lieben lernen.

am Freitag, den 16. April 2010 um 22:29 einsortiert unter feels like home

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Tse!

Erwähnte ich schon, dass ich nächste Woche nach Hamburg fahre? Bestimmt nicht, und ich weiß aus dem Stand jetzt mindestens (!) vier Leute, die mir morgen empörte Mails schreiben, warum ich das nicht eher gesagt habe, ihnen erzählt ja auch gar niemand was. Und das Muttertier wird anrufen (bitte nicht vor zehn, am besten gar nicht vormittags, ach, ich ruf das Muttertier selbst an!) und wird fragen, wie’s kommt, was läuft und überhaupt.

Also. Das will ich auch gar nicht erzählen. Ich find’s eigentlich recht angenehm, dass ich einfach mal hier reinschreibe, was los ist (okay, abgesehen von den supergeheimen Geheimsachen natürlich), und sofort ist - bis auf wenige Ausnahmen, die ich vermutlich am Daumen abzählen könnte - mein gesamter Bekannten- und Freundeskreis, so er denn will, darüber informiert, was hier so los ist, inklusive Muttertier und Schwestertier, die ja die besten Multiplikatoren in der Familie sind. Ich bin, was das angeht, ein schicker Rohrkrepierer.

Problem ist nur: ich schaff’s ja nicht mal hier, auf dem Laufenden zu bleiben.

Was ich noch erzählen könnte (außer, dass ich nächste Woche nach Hamburg fahre), ist: heute ging eine Übersetzung an den Verlag, man, war das eine dicke Übersetzung, und so viele Geschichten, und puh, bin ich fertig. Damit mir nicht langweilig wird, damit ich vor allem nicht aus der Übung komme, kam heute direkt noch ein neuer, kleiner Übersetzungsauftrag ins Haus geflattert, zwei Geschichten, 40 Seiten, die las ich gemütlich im Café, nachmittags, nachdem ich abgegeben hatte. Und gleich, wenn ich diesen Wortschwall über euch ausgekippt habe, werde ich mich wieder an eine (völlig andere) Übersetzung machen, und an Outremer schreibe ich jetzt auch, das hat aber noch massig Zeit, bis es beim Verlag liegen muss. Jedenfalls: es ist nicht nur ein Kommen und Gehen im Übersetzerwunderland, auch im Bücherregal ist es ein stetes Kommen, und in den letzten Wochen sind hier einige Belegexemplare gekommen, die vorzustellen ich auch noch keine Zeit hatte, ein selbstgeschriebenes, viele übersetzte und eine Lizenzausgabe von rgb1147, die ich leider … naja … ach, ich bin so mäkelig bei Covern, aber zeigen werde ich sie doch noch. (hier erwarte ich mindestens zwei Stimmen, die “na endlich!” rufen, so ich dann zeige)

Was ich aber eigentlich erzählen wollte, war: wie toll das ist, ein Projekt abzuschließen. Ich bin dann erstmal losgezogen, ein bisschen Suchtprävention betreiben. Ja, genau. Wenn man nicht aufpasst, kauft man nachher so zügellos Bücher, dass es fürs Konto ganz arg böse endet.

Überhaupt ist Bielefeld in Sachen Buchhandlung eine üble Diaspora. Nicht nur darum wollte ich ja ursprünglich nächste Woche nach Regensburg, aber (aufmerksame Leser werden sich erinnern): Regensburg ist nicht wegen Hamburg. Aufgeschoben halt. Regensburg hat ja wenigstens mal eine gute Buchhandlung. Bielefeld gar nicht. Und auch bei Wollgeschäften bin ich ein klitzekleines Bisschen von Düsseldorf verwöhnt. Dennoch gibt’s auch in Bielefeld Alternativen, wenn man aufmerksam sucht. Ein kleiner Ausflug zur Wollstation 1 hat mir immerhin das hier eingebracht.

Und nein. Bei Wolle ist’s wie bei Büchern: kann man nie genug von haben.

Außerdem war das heute die “lasst sie laufen, sie hat was abgegeben”-Belohnung. Und ich verspreche, den Strickcontent hier auf ein Minimum zu reduzieren. Der zieht bald woanders hin.

So. Und da ihr ja jetzt alle alles wisst - was gibt’s bei euch so Neues?!

am Mittwoch, den 14. April 2010 um 23:16 einsortiert unter Autorengeflüster, Outremer 1191, Verstrickungen, rgb 1147, Über das Schreiben ...

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Slow down.

Natürlich arbeite ich noch viel. Aber zwischendurch muss auch hierfür Zeit sein. Man sieht’s noch nicht, aber das wird ein Peacock Feathers Shawl von Fiddlesticks (kein Wunder, dass man nichts sieht, ich hab’s auch nicht so gut fotografiert. Hö.). Ursprünglich wollte ich den aus dem passenden Garn stricken, aber für das hab ich jetzt Anderes im Sinn. Kommt - wie ich mich kenne - auch ziemlich zeitnah auf die Nadeln.

Und jetzt geht auch die Arbeit am nächsten Roman in die heiße Phase. Erstaunlich, wie gut es läuft, wenn man erst die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden hat.

am Montag, den 12. April 2010 um 15:17 einsortiert unter Outremer 1191, Verstrickungen

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