Und gleich wieder rein in die Vollbremsung.
Ich komm mir vor wie diese Straßenbahnen in dieser meiner Stadt. Wenn da jemand auf die Bremse tritt, rappeln die so, wie ich mich grad fühle.
Kurzfassung: ich bin nach dem heutigen Tag so dermaßen platt!
Langfassung: keine Ahnung, wie’s weitergeht. Ich dachte, ich krieg’s in den Griff. Natürlich ist es was Anderes, wenn man an einem Tag die Pakete packt, die sonst in drei Wochen anfallen. Aber es ist eben doch nicht anders, weil ich sofort in die Erschöpfung galore verfalle. Achtung, Absurdistan: ich war mittags schon so müde, dass ich nicht zur Ruhe kam. Außerdem konnte ich Montag nicht laufen gehen, weil ich mir Sonntag eine Blase gelaufen hab, ich ungeschicktes Kind. Was das mit meiner LAUNE anrichtet, wollt ihr gar nicht wissen.
Ich will mich gar nicht beklagen. Ich will es nur alles wieder einigermaßen auf die Reihe bringen, und das ohne Stress. Das neue Feature – nicht mehr länger als acht Stunden am Tag arbeiten können/wollen und daher gepflegt die Abende auf dem Sofa zu vertrödeln – ist ja ganz angenehm, wirft aber völlig neue Probleme auf. Und nein, ich mach das nicht mit Absicht, dass ich an jeder Ecke ein neues Problem aufgable. Es passiert einfach, und es macht, ehrlich gesagt, wenig Spaß, wenn die Windmühlen, gegen die ich ankämpfen muss, samt und sonders in meinem Kopf stehen.
Sicher könnte ich mich jetzt (23:42!!!) noch zwingen und zwei Stunden arbeiten dranhängen. Ach nein, ich will nicht. Ich will ins Bett, ich will lesen, ich will leben. Ich weiß schon, meine Versuche, etwas zu ändern, sind im Moment zu kurzsichtig und zu halbherzig. Noch drei Gänge runterschalten. Ich laufe immer noch so verflucht hochtourig, dass ich meine Stimme über den Lärm nicht höre.
Ich genieße es, hochtourig zu laufen. Aber das hier ist zu viel für mich. Ich bin nicht mehr belastbar wie früher. Ich schaffe mehr, ja. Aber ich bin auch eher an dem Punkt, an dem ich mich aus dem Spiel nehmen muss, weil ich unendlich müde werde. Und/oder überdrehe. Über die Begleiterscheinungen in allen Belangen könnt’ ich stundenlang erzählen.
Und vermutlich denke ich ohnehin nur heute so, weil heute alles so viel zu viel ist, dass es quietscht. Morgen sieht das anders aus. Und weil ich mich jetzt nicht zwinge, noch zwei Stunden dranzuhängen, sondern bequem ins Bett stiefle, wird morgen ein guter, ein besserer Tag als heute. Wobei der nicht schlecht war. Nur anstrengend, so richtig anstrengend. So “bei Licht mit Buch in der Hand einschlafen können”-anstrengend.
Werde ich wenigstens gut schlafen.