Vielleicht.
Wahrscheinlich.
Ich weiß noch nicht, wie und wo es weitergeht, aber diese Hälfte der Bloginsel ist fürs Erste auch auf Eis gelegt. Tausend Gründe, alle meins.
Vielleicht.
Wahrscheinlich.
Ich weiß noch nicht, wie und wo es weitergeht, aber diese Hälfte der Bloginsel ist fürs Erste auch auf Eis gelegt. Tausend Gründe, alle meins.
Wie gut das Laufen tut.
Das ist nicht neu, und doch – wenn ich da so zweibisdreimal pro Woche meine Runde drehe, denke ich drüber nach, wie wertvoll diese Runde ist. Und während mich jene überholen, die nun mal schneller sind (weil sie das schon jahrelang machen, oder weil sie fünf Minuten später mit heraushängender Zunge am Baum hängen, ist da zweitrangig), ging mir heute was auf.
Mein Tempo. Das ist das Wichtige. Dass ich in allem mein Tempo beibehalte. Mich nicht von anderen hetzen lasse, mir kein fremdes Tempo aufdrücken lasse. Mich nicht verzweifelt daran klammere, mehr aus mir herauszuholen als möglich ist. Mich mit dem zufrieden zu geben, was ich erreiche – zumal das so viel mehr ist, als ich vor ein paar Jahren noch zu hoffen wagte.
Das gilt für so viele Lebensbereiche. Nicht nur für die Arbeit. Auch für die Kontaktpflege mit den Menschen, die mir am Herzen liegen. Für die Aufarbeitung irgendwelcher Baustellen, die seit Jahren brach lagen. Für das Stricken. Vor allem auch: für das Laufen.
Und wie schön, wenn man merkt: da geht noch was. Da ist noch Platz für mehr. Darum gilt beim Laufen bald: mehr! Einen Kilometer mehr zum Beispiel, das wäre viel für den Anfang, aber darauf habe ich Lust. Weil ich so schön auf Autopilot vor mich hintraben kann, die Musik mich irgendwann berührt (die eigentlich nur dazu dient, die Umwelt auszublenden), mehr als sie es ohne den Flow vermag. Flow ist ein gutes Stichwort. Der Flow beim Laufen ist gut für den Flow beim Schreiben.
Laufen ist so viel. Dass ich es erst seit zwei Monaten mache, ist irgendwie auch schade. Hätte ich das mal früher entdeckt!
War! Das! Schön!
Eine Woche Urlaub liegt hinter uns. Mit allem, was Urlaub zu bieten hat: bombig tolles Wetter (sieben Tage Sonne, Sonne, Sonne, nicht zu heiß), eine schöne Unterkunft, gutes Essen, viel Ruhe. Das Notebook hatte ich dabei, aber das hab ich immer “am Mann”, ich kann nicht ohne. “Am Mann” hieß in diesem Fall aber, dass es die sieben Tage im Dunkeln des Safes vor sich hinschlummern durfte. Ich hab’s nicht ausgepackt, ich hab’s nicht mal versucht. Nicht mal bedauert, dass ich’s nicht getan habe. Und das war gut so, denn kaum wieder hier, explodiert meine Schreibwut, und ich tippe mir wahrlich die Finger wund. Muss auch sein, die nächsten Abgabetermine sind nämlich auch in Sicht.
Ich möchte wieder mehr übers Schreiben erzählen. Weil’s so unendlich wichtig ist derweil, weil es mich schier abdrückt, im Herz und im Verstand. Die Woche Urlaub gab mir genug Zeit, mich neu einzunorden, mir Gedanken darüber zu machen, was als nächstes kommt und wie ich’s angehen möchte.
Machen wir’s kurz: mehr schreiben.
Mehr nicht.