Erleichterung.

Die letzten Tage brachten in mehrfachem Sinne eine Erleichterung mit sich.

Ich konnte ein Projekt abschließen.

Ein neues Projekt wurde mir angekündigt (das erleichtert auch immer sehr, weil es die Zuversicht gibt, auch 2010 mit dem Job über die Runden zu kommen).

Ich konnte eine Sache abgeben, die ich ursprünglich übernommen hatte, weil ich einfach auch mal was „für alle“ tun wollte. Ist nicht so aufgegangen, wie ich mir das erhofft habe, nein, anders: ich habe nicht gewusst, wie viel in der zweiten Jahreshälfte noch auf mich einstürzt. Und bin froh, dass sich die Angelegenheit so einfach „aus der Welt“ schaffen ließ, wenn’s mir auch leid tut, dass ich es überhaupt übernommen und dadurch Chaos angerichtet habe.

Trotzdem bin ich immer noch müde, bin immer noch erschöpft, zweifle noch immer, ob ich den nächsten Abgabetermin einhalten werde, ja: ich bin unzufrieden mit der Situation. Die Ermüdung der letzten Monate bricht sich immer häufiger Bahn; immer häufiger liege ich erschöpft im Bett oder auf dem Sofa, schlafe mehrere Stunden am Stück und versuche, gegen das anzukämpfen, was sich da in mir einnistet.

Ich bin überarbeitet. Ich hab’s so kommen gesehen. Ich liebe nach wie vor meinen Job, es ist also noch nicht allzu dramatisch, aber ich merke, wie ich jetzt auf mich hören soll. Und das tue ich. Und Freitag flüsterte es in mir: „striiiiicken!“, und ich gehorchte natürlich sofort, ließ alles stehen und liegen (gut, die Kontaktlinsen mussten auch abgeholt werden, war in dem Sinne durchaus günstige Fügung) und marschierte in den nächsten Wolleladen. Die Wolle, die man gerade hat, ist ja eh nie das Richtige, und ich kaufte ein. Und ging heim, schlug einen Pullover an, der kuschelig weich wird, der ein schönes Muster hat, der toll zu stricken ist, kurz: genau das richtige für ein müdes Köpfchen, das nicht allzu groß gefordert werden möchte, das aber bei jeder Form von Unterforderung sofort in die Knie geht und nöhlt. Und ein bisschen kann man schon was sehen.

Ein Gedanke zu „Erleichterung.

  1. Das Zeitmanagement für Autorinnen bzw. Freiberuflerinnen ist ein eigenes Kapitel. :-) Ich habe beste Erfahrungen damit gemacht, mir ganz gezielt frei zu geben – auch wenn’s mal nur 1 Tag ist, oder was halt geht. Das dann aber ohne schlechtes Gewissen & ich tue dann wirklich nur, was Freude bringt, worauf ich Lust habe. :-)

    Viel Freude also!

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