Ich könnt’ ja. Und sowieso. Ihr wisst schon.
Mein liebes Schwesterherz schlug letzthin vor, wenn ich doch im Midbookblues klebe, könnt’ ich doch mal meinen Stash fotografieren. Miss Aly meinte, wenn ich dann putzen und aufräumen würde, wär die Zeit ja nicht verschwendet.
Ihr habt ja keine Ahnung, wie anstrengend Midbookblues ist.
Putzen? Stash fotografieren? Lesen? Aufräumen? Nützlich sein?
Pah!
Midbookblues, das heißt: stundenlang duschen, stundenlang schlafen (und die vertrackte, nächste Szene hoffentlich träumen!), in der Badewanne liegen, Kaffee trinken gehen, dösen, stricken, Schoki futtern, zum Friseur gehen, den Bodyshop leerkaufen, Kochbücher wälzen, was man kochen könnte, Frühstücksverabredungen treffen, in Foren rumsausen und -brausen, Fußball gucken, bis es zu den Ohren wieder rauskommt, und, nicht zu vergessen: schlafen. (falls ich es nicht schon erwähnt habe: schlafen ist total wichtig.)
So krebst man dann mit Müh und Not bei fünf Seiten pro Tag herum und fragt sich, wie man jemals fertig sein sollte. Und dann setzt man sich eines Morgens einfach hin, reckt sich, hüpft ein bisschen auf dem Swopper herum, streckt sich, lässt die Finger knacken, legt die Fingerspitzen auf die Tastatur … und dann fließt es wieder, als hätt’s nie was anderes gegeben als diese Geschichte. Als wären wir einander nicht auf halber Strecke fremd geworden. Als gäb’s kein Morgen mehr.
Das wünsch ich mir. Ab morgen dann. Obwohl: ich würd’ so gern den halben Tag auf dem Sofa verdösen …
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Das klingt, als ob dieser Midbookblues absolut notwendig zum Leben sei. Und - dann sollte man ihn doch einfach auskosten, sich nicht dagegen wehren, sondern genießen. dann geht er auch am schnellsten vorbei (eigene Erfahrung auf Grund des Ratschlages einer sehr guten Psychologin).
Also - noch viele wunderbare Stunden darin, gerade bei so herrlichem Wetter. Denn - wie kann die Seele wunderbare neue Dinge hervorbringen, wenn man sie nicht auflädt?.
Viele liebe Grüße und viel Freude im “Blues” sendet Silke
Hallo Silke,
ja, er ist absolut notwendig! Ich brauch ihn wirklich sehr. Und ich wehre mich inzwischen auch nicht mehr gegen ihn, obwohl er mich, die ich immer unter Strom stehe, schier in den Wahnsinn treibt. Ein bisschen bin ich dann wie eine Marionette, der jemand mal kurzfristig die Fäden gekappt hat, und es dauert natürlich, bis ich wieder in Schwung komme und gerade stehe …
P.S.: Ich bin aber auf ‘nem guten Weg, keine Sorge! Wird, wird, wird.