Und dann ist alles ganz leicht.
Momentan ist das so: wenn ich morgens im müden Brast an den Computer schleiche, in die Küche schleiche, Kaffee koche (Kaffee, ach was, Kaffee, viel komplizierteres Zeug bereite ich da im Moment zu!), wenn ich zurückkomme, wenn ich meine Mails abrufe und tief durchatme, kann ich sicher sein, dass ich eine Mail vorfinde, die mich irgendwie trifft.
Gestern früh zum Beispiel, da hatte ich da eine Mail, die hat mir Tränen der Rührung in die Augen getrieben. Tränen! Rührung! Ich! Passiert mir doch sonst nur, wenn ich hollywoodeske Filme schaue, in denen wer stirbt, dabei ging’s um was ganz Anderes. (eher Gegenteil und so.)
Heute früh dann eine, die mich aufatmen lässt. Endlich. Antworten.
Irgendwie kann ich mich daran besser festhalten als an allem anderen. Und der Tag ist jetzt auch grad nimmermehr ganz so schrecklich. Der Handwerker, der gestern plötzlich vor der Tür stand (Handwerker droht spontan mit Ausführung eines Auftrags, der ein halbes Jahr alt ist), kommt heute um neun noch mal. Angeblich! Beste Zeit, um den Nudelsalat für heute Abend, die Wäsche, die Sachen für den Keller, alles, fertigzumachen und aufzuräumen. Stash fotografieren, das stand auch ganz oben auf der Liste.
Übrigens: es geht aufwärts. Gestern früh fast doppelt so viel geschrieben wie vorgestern. Und heute scheint das Wetter mich einladen zu wollen, auf dem Balkon zu schreiben. Oh, wenn der Handwerker weg ist, dann aber.
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