Anti-Social – es ist Liebe!

Ihr kennt das bestimmt schon alle, ja?

Anti-Social ist ein kleines Programm, das mich für eine von mir selbst gewählte Zeit (zwischen 5 Minuten und 12 Stunden ist alles möglich!) von den sozialen Netzwerken ausschließt.

BUMM.

Wenn ich während der konzentrierten Arbeitsphase dann z.B. „nur mal kurz gucken“ will, was bei Twitter oder Facebook grad abgeht, zeigt mir Anti-Social die lange Nase bzw. gar nichts. Die Seite kann gerade nicht erreicht werden, arbeite gefälligst weiter, SCHREIB DIESEN VERD… ROMAN!

Es ist schon gemein, und ich hab erst gezögert, ob ich es mir gönne (teuer ist’s ja nicht, vor allem nicht in Kombination mit der Strafverschärfung Freedom). Aber dann wollte ich es wenigstens kurz ausprobieren. Was man eben so prokrastiniert, wenn man eine Übersetzung fertigstellen muss.

Und ja, es funktioniert. Ich arbeite meist eine bis maximal zwei Stunden intensiv – und kriege in der Zeit deutlich mehr geschafft als sonst in drei bis vier Stunden. Und ich fühle mich danach nicht so völlig schwurbelig in der Birne. Denn wenn ich im Text hänge – aus welchen Gründen auch immer – ging’s dann bisher immer in Dauerschleife durch die sozialen Medien, was mich kolossal aus dem Text schleudert. Bis ich da wieder drin bin, vergeht leider viel zu viel Zeit. Und das sorgt dann bei mir für Unzufriedenheit.

Mit Anti-Social ist das anders. Und besser. Besonders gut gefällt mir, dass man selbst definiert, welche Seiten jetzt eben nicht angesurft werden dürfen. Wenn ich mich wieder ertappe, eine Nachrichtenseite aufgetan zu haben, die eben nicht in der Liste steht, füge ich sie einfach hinzu.

Natürlich muss ich Anti-Social auch anwerfen. Und die Liste der „verbotenen“ Seiten pflegen.
Wem das nicht genügt („Ich will das ganze Internet ausschalten!“), der kann auf Freedom zurückgreifen. Funktioniert genauso, nur dass man eben gar nix mehr reinbekommt. Und auch Mails/Chats ausschalten kann.

Wer mir jetzt damit kommt, dass man ja auch einfach das WLAN ausschalten könnte … jo. Als hätte ich das nicht schon versucht. Das Problem ist, dass man das WLAN auch wieder einschalten kann. Anti-Social und Freedom sind da nicht so leicht zu überlisten. Sie wollen mindestens einen Neustart und fragen danach, ob sie die Session nicht lieber fortsetzen dürfen. Die Hemmschwelle ist höher. Es geht schließlich um effizientes Arbeiten.

Wer das jetzt für heillose Geldverschwendung hält („Herrje, mit ein bisschen Willenskraft kannst du das auch ohne so ein Programm, oder?!“) – bitteschön. Ich bin nicht so willensstark. Ich sitze den ganzen Tag allein (!) an meinem Schreibtisch, Twitter ist mein Großraumbüro, Facebook mein Fenster zur Welt. Es gibt Tage, an denen ich zwischen neun und sechs (wenn der Liebste das Haus verlässt und spät heimkehrt) mit niemandem rede. Ich bin für mich und mein Arbeitstempo selbst verantwortlich. Mit Anti-Social geht es nicht nur besser, sondern auch schneller. Und das ist mir wichtig und hilft enorm, dass ich mich auf das konzentrieren kann, was gerade getan werden muss.

4 Gedanken zu „Anti-Social – es ist Liebe!

    • Du wirst es nicht bereuen – und ich freu mich, wenn es mich dem Autoimmunbuch etwas näher bringt. :-)

  1. …….danke dir sehr für den hilfreichen Tipp.. Und das Entdecken, dass ich nicht allein bin, was die Tagesordnung angeht…. Ich werd es probieren.

    • Da bin ich gespannt, wie’s dir gefällt, Rosi! Berichte mal. Ich werf’s jetzt an, damit ich hier mal VORAN komme …

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