Geh, finde ein Hobby!

Man sollte meinen, dass ich ausgelastet bin mit einem (sehr fröhlichen, sehr wachen) Baby, zwei sehr kreativen Jobs, Mann, Haushalt, Familie Freunde, alles. Lesen will ich ja auch, am liebsten drei Stunden täglich. Aber nö! Mir scheint, da ist immer noch Zeit, Luft, whatever – wenn ich nur etwas besser mit meiner Zeit haushalte, so die irrige Meinung, passt noch mehr in den Tag. Schlaf wird ja ohnehin überbewertet, erst recht mit so einem zuckersüßen Baby.

Tatsache ist: so richtig hobbymäßig austoben kann ich mich gerade nicht, obwohl ich so gern etwas hätte, das ich nur um seiner selbst betreibe, irgendwas, das nur mir gehört … Und ich merkte auch, dass es etwas sein darf, das mich mal wegführt von den Wörtern. Weg von Geschichten. Ihr ahnt, was kommt?

Hin zu Bildern.

Ich besitze eine hübsche Sammlung Pastellkreiden, passende Blöcke, alles da. Aber Pastell war’s diesmal nicht; ich merkte, dass mir die schmierigen Finger, mit denen ich in den Farben fuhrwerke, einfach nicht ins Konzept passten. Achtung, verrückter Gedankengang: ich sah mich einen feinen Pinsel schwingen, ich sah pastellige Farben, blass nur – ich sah Aquarell. Nicht Acryl oder Öl, nein, Aquarell.

Also habe ich das Geburtstagsgeld von Schwiegers genommen und eine größere Bestellung aufgegeben: Farben, Pinsel, Malgründe, Maskiermittel. Alles, was man für den Anfang braucht.

Danach habe ich ein Ditschauge bekommen und konnte den ganzen Nachmittag nicht arbeiten. Im abgedunkelten Schlafzimmer liegen, die Augen geschlossen halten und sich überlegen, was man malen könnte – das ging aber.

Ich freu mich schon so sehr auf das Paket! Donnerstag, hoffentlich, ist es hier! Und dann fülle ich vielleicht, vielleicht diesen Blog gelegentlich mit ein paar gemalten Bildern …?

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