Silberstreif. (3)

Heute folgte nach den beiden Mails von gestern ein Telefonat.

Es gibt also Rückmeldung der Verlage zu meinem aktuellen Projekt. Der Tenor ist, nun, vorsichtig formuliert: interessant. Ich mag gar nicht ins Detail gehen, dafür ist das alles noch viel zu unreif und weit davon entfernt, dass ich daraus irgendwas formulieren könnte. Aber es zeichnet sich etwas ab, es könnte doch mal wieder was werden mit einem Verlagsvertrag. Irgendwie erfüllt mich das mit einem großen Glücksgefühl. Nicht so einem himmelhochjauchzend-jetzt-werde-ich-Bestsellerautorin, sondern eher so der-Weg-ist-noch-weit-der-nächste-Schritt-steht-klar-vor-mir.

Was ja schon mal ein Anfang ist. Und deutlich mehr als alles, was ich in den letzten Wochen empfunden und gedacht habe. Mehr noch: Ich dachte ja, ich wäre total abgemeldet, für mich interessiere sich keiner mehr. Und jetzt sieht’s so aus, als würde ich mit meiner Leseprobe nicht nur die bereits vorhandene Tür aufstoßen (mit dem aktuellen Projekt, das gerade kreist), sondern als könnte ich auch etwas Anderes machen. Was genau, weiß ich noch nicht. Aber das macht auch nichts. Ich sehe, dass es Möglichkeiten gibt. Und während ich heute das Baby (das im Moment oh-so-viel lernt und das Gelernte mit großen Mittagsschlafeinheiten auf meinem Arm kompensiert) beim Schlafen hielt und beobachtete, gingen mir noch ganz andere Ideen durch den Kopf …

Also ja – es geht. Es funktioniert, dieses sich-ins-Schreiben-zurückkämpfen. Ich habe mit der Agentur einen guten Partner an meiner Seite, und das Band ist wieder geknüpft, das ein bisschen abriss durch Schwangerschaft und Geburt. Das ist kein Licht am Ende des Tunnels, aber immerhin ein Silberstreif am Horizont. Und jetzt marschiere ich einfach los. Planung neu ausrichten, Ideen sortieren – und ab dafür!

Es tut so gut, wenn es weitergeht. So, so gut.

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